Am Dienstag ist der Vorarlberger Luftraum gesperrt worden. Das österreichische Bundesheer kontrolliert mit 350 Soldaten die Einhaltung der Flugverbotszone zum Schutz des Weltwirtschaftsforums (WEF) im Schweizer Davos, wie ORF.at berichtet.
Am Dienstag ist der Vorarlberger Luftraum gesperrt worden. Das österreichische Bundesheer kontrolliert mit 350 Soldaten die Einhaltung der Flugverbotszone zum Schutz des Weltwirtschaftsforums (WEF) im Schweizer Davos, wie ORF.at berichtet.
Bei der Luftraumsicherungerungsoperation „Dädalus 2012“ schützen Heeresangehörige des Radar-Batallions Salzburg mit fünf Radaranlagen den Luftraum über Vorarlberg, sagt Michael Kerschat vom Militärkommando Vorarlberg. Die Flugverbotszone misst einen Durchmesser von 46 Kilometer und bedeckt zwei Drittel von Vorarlberg.
600.000 Euro Kosten
40 Staats- und Regierungschefs aus 19 G20-Staaten sowie 2.600 einflussreiche Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Österreichweit sind 1.100 Soldaten im Einsatz, die Operation „Dädalus 2012“ kostet 600.000 Euro.
Rekordbeteiligung am WEF
Mit 2.600 Teilnehmern verbucht das 42. Weltwirtschaftsforum eine Rekordbeteiligung. "Je schlechter es der Wirtschaft geht, desto größer ist der Andrang", sagt WEF-Gründer Klaus Schwab. Er warnte im Vorfeld des Treffens in dramatischen Worten vor einer Verschärfung der Wirtschaftskrise. "Jetzt droht sogar eine große Depression", sagte Schwab in einem Interview.
Weniger Proteste als in den Vorjahren
Es sind wohl kapitalismuskritische Töne wie diese, die dazu beitragen, dass der Widerstand gegen das WEF deutlich nachgelassen hat. Noch vor wenigen Jahren demonstrierten Tausende gegen das Treffen der Mächtigen in Davos, heute wagen sich nur noch wenige auf die Straße. Noch im Jahr 2000 kam es während eines Besuchs von US-Präsident Bill Clinton zu wüsten Straßenschlachten in Davos. Die Führung des Treffens setzte seitdem darauf, die Gegner einzubinden, etwa mit dem "Open Forum Davos".