Wirtschaftskammer zu Lkw-Maut: "Irreparabler Dämpfer"

Schnabl (li.) und Moser vertreten kontroverse Positionen.
Schnabl (li.) und Moser vertreten kontroverse Positionen.Montage/SPÖ, WKO, iStock
Die SPÖ möchte eine flächendeckende Lkw-Maut für Niederösterreich und erntet dafür herbe Kritik von der Wirtschaftskammer.

Geht es nach Landesvize Franz Schnabl und seiner SPNÖ, so sollen Lkw-Fahrer bald extra zur Kasse gebeten werden, wenn sie abseits der Autobahn unterwegs sind. Er erhofft sich wie berichtet durch eine Maut nach Schweizer Vorbild eine halbe Milliarde Zusatzeinnahmen.

Für Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ, führt die Forderung von Schnabl allerdings "in die Sackgasse." Er kritisiert: "Die durch die Corona-Pandemie ohnedies unter Druck stehende heimische Wirtschaft würde einen irreparablen Dämpfer bekommen. Der gesamte Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort Niederösterreich würde darunter massiv leiden und der derzeitige, dringend nötige, Aufschwung würde eine Vollbremsung hinlegen."

Teuerungen für Konsumenten

Studien zeigen nämlich, dass die Einführung einer solchen Mega-Maut die Produkte für Konsumenten verteuern würde. Die Unternehmen könnten sich die Mehrkosten also direkt wieder von den Niederösterreichern zurückholen. Neben dieser zusätzlichen finanziellen Belastung würden laut WKNÖ auch die Regionen weiter ausgedünnt.

Moser meint: „Gerade in einem weiten Land wie Niederösterreich würde eine solche Maut die Regionalwirtschaft mitten ins Herz treffen. Zusätzliche Belastungen sind ganz klar der falsche Weg. Jetzt gilt es, mit gezielten Maßnahmen die Konjunktur anzukurbeln. Das Motto muss lauten: Arbeitsplätze und Wachstum nachhaltig sichern und nicht durch eine Mega-Maut gefährden.“

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