Wissenschaftler warnten Behörden schon Tage zuvor

Wassermassen haben in Deutschland sowie in Belgien und Österreich ganze Ortschaften geflutet. Warnungen gab es bereits im Vorfeld.

Hätte die Hochwasser-Katastrophe in Deutschland verhindert oder zumindest verringert werden können? Es steht der Vorwurf im Raum, dass wegen Fehlern beim deutschen Katastrophenschutz Dutzende sterben mussten. Nun schreibt die britische "Times", dass es bereits vier Tage vor dem Unglück genaue Hochwasser-Prognosen gegeben habe. Die ersten Hinweise habe es sogar schon neun Tage vor der ersten Flutwelle gegeben.

Wissenschaftler hätten daraufhin den deutschen Behörden detaillierte Vorhersagen geschickt. In denen sei unter anderem die Rede von "extremer Flut" entlang der Erft und Ahr gewesen. Und trotzdem, so die "Times" habe die Flut viele Opfer völlig überraschend getroffen. Bislang sind allein in Deutschland über 156 Menschen gestorben, nach den Überschwemmungen in Belgien ist die Zahl der Todesopfer dort auf mindestens 31 gestiegen.

Hochwasserlage in Bayern entspannt sich

Die Lage in den Hochwassergebieten Bayerns hat sich Montagmorgen leicht entspannt. In Passau lag der Pegel der Donau am Montagmorgen bei 8,18 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Eine Entwarnung gibt es aber noch nicht für alle Städte. Neuburg an der Donau ist zum Beispiel weiter vom hohen Wasserstand bedroht.

Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land konnten die Menschen etwas aufatmen. "Die Nacht verlief ruhig", hieß es bei der Feuerwehr. Bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Neue Unwetter seien keine in Sicht.

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