Witwe betrog mit "teurer" Bettwäsche Seniorin (83)

Die 70-Jährige war als Bettdecken-Verkäuferin unterwegs.
Die 70-Jährige war als Bettdecken-Verkäuferin unterwegs.Bild: iStock, privat

Eine 70-jährige Witwe hat laut Anklage einer 83-Jährigen aus dem Waldviertel Bettwäsche (Wert maximal 30 € ) um 130 Euro aufgedrängt. Jetzt musste die Witwe vor Gericht.

Wegen Betruges musste eine Witwe (70) gestern in Krems auf die Anklagebank. Die 70-jährige Waldviertlerin soll „hochwertige" Bettwäsche zu weit überteuerten Preisen verkauft haben.

Aufgeflogen ist die Dame durch einen aufmerksamen Nachbarn: Ihm war die 70-Jährige im April 2019 in einer kleinen Ortschaft im oberen Waldviertel aufgefallen. Die 70-Jährige aus dem unteren Waldviertel gab vor, ein Haus von Bekannten zu suchen, konnte aber weder Namen, noch Adresse nennen.

Der Nachbar hielt es schlicht für unglaubwürdig, dass jemand über 80 Kilometer fährt, ohne die Zieladresse zu kennen. Der Mann merkte sich das Kennzeichen der 70-Jährigen und fragte bei seiner Nachbarin (83) nach.

Bedingte Haft

Die 83-Jährige wusste prompt bescheid, erzählte vom Kauf einer Bettwäsche um 130 € (Wert maximal 30 €).

Der Richter mutmaßte beim Prozess: „Sie machen das öfter, gehen von Tür zu Tür", und verwies auf eine Diversion wegen desselben Sachverhaltes im Jahr 2018.

Die 70-Jährige zeigte sich geständig: „Ich war in Not und hatte Hunger." Die Witwe machte noch vor Gericht den Schaden wieder gut, dennoch: vier Monate bedingt wegen Betruges (nicht rechtskräftig).

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