Mahrer: "Uns könnte 'Stop and Go' blühen"

Am Ostermontag stellte sich WKO-Präsident Harald Mahrer den Fragen von Puls4-Infochefin Corinna Milborn. Dabei sprach er über die wirtschafltichen Folgen von Corona.

Am Sonntagabend war der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) Harald Mahrer (ÖVP) im Gespräch mit Puls24-Journalistin Corinna Milborn. Dabei sprach er unter anderem über die Öffnung der Geschäfte am Dienstag, und die Situation der Wirtschaftstreibenden in Österreich.

"Im Grunde war die Stimmung schon besser", sagte Mahrer angesprochen auf Gefühlslage der Wirtschaftstreibenden in Österreich. Zwar gebe es zahlreiche Verzweifelte, aber viele Betroffene würden "mit Engagement" gegen die aktuelle Krise kämpfen.

Auf die Frage warum die Wirtschaftskammer als Interessensvertreterin, und nicht etwa das Finanzamt für die Abwicklung der Auszahlungen aus den Härtefonds verantwortlich ist, sagte Mahrer, dass man sich in der Regierung die Frage gestellt habe, wer die Abwicklung durchführen könnte. In Österreich gebe es mehrere Institutionen, so auch die Finanzämter. Allerdings seien diese Institutionen bereits mit anderen Agenden ausgelastet.

WKO ist "Dienstleister für die Republik"

"Wir betreuen nicht nur Mitgliedsbetriebe", versicherte der WKO-Chef. Vielmehr agiere man "als Dienstleister für die Republik". Die WKO würde eine Äquidistanz an den Tag legen. Man habe die Ressourcen für die Abwicklung, dennoch habe man sich nicht um die Aufgabe "gerissen". Mittlerweile habe die WKO schon 110 Millionen Euro an betroffene Betriebe überwiesen.

Für alle jene, die aus unterschiedlichen Gründen, keine Gelder aus dem Härtefallfonds erhalten, würde ein weiteres Paket geltend werden. Sieht man auch da durch die Finger werde die Wirtschaftskammer versuchen unbürokratisch zu helfen, so Mahrer.

Corinna Milborn sprach Mahrer auch auf ein mögliches "Stop and Go"-Szenario an. Also die Möglichkeit, dass Geschäfte, die nun aufsperren dürfen, wieder schließen müssen, wenn die Infektionsrate der Bevölkerung wieder steigt. "Ich wünschte ich könnte diese Frage beantworten", sagte Mahrer, der aber dennoch einen Blick in die Zukunft wagte.

Ja, ein solches Szenario könnte blühen, weswegen es auch die Frage der Reisebeschränkung in der Zukunft eine wichtige sein wird. Denkbar ist, dass der Flugverkehr nur mit jenen Ländern aufgenommen wird, die die Pandemie ebenfalls gut im Griff haben. Das sei wichtig um, nicht etwa wie einige Länder in Asien, sich das Virus nicht erneut ins Land zu holen.

Wichtiger sei aber als erster Schritt, dass die Bürger sich nun diszipliniert an die Verordnungen halten. Denn die aktuellen Maßnahmen werden noch "eine Zeit lang" zum Alltag gehören. Würde die Bevölkerung diese Regeln nicht strikt befolgen, dann würden (erneut) harschere Maßnahmen drohen, so Mahrer.

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