Mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro ist Japan nach den USA und China der drittwichtigste Handelspartner Österreichs. Allein im ersten Halbjahr 2010 wuchsen unsere Exporte um 25,8 Prozent, sagt WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, der am Sonntag zu einer Marktsondierungs-Tour durch Japan aufgebrochen ist.
Knapp drei Viertel aller Importe entfallen auf die Maschinenbau- und Fahrzeugindustrie. Bei den Exporten liegen diese Branchen mit 28 Prozent voran. Knapp 70 heimische Unternehmen verfügen über eine Niederlassung im fernöstlichen Inselreich. Wir wollen uns hier als Exportbundesland positionieren, so Trauner, speziell in den Bereichen Umwelttechnik, Alternativenergie und Medizintechnik. Hier sind wir stark aufgestellt und möchten auf unserer Tour Ergebnisse erzielen.
Allerdings: Japan wurde auch von der Wirtschaftskrise getroffen. Immobilienkrise und Börsencrash entzogen dem Finanzsystem das Vertrauen, die Staatsschulden explodierten. Wir werden uns das Szenario ansehen und daraus Rückschlüsse ziehen, betont Trauner: Wir wollen aus der Erfahrung Japans lernen - welche wirtschaftspolitischen Weichen müssen gestellt werden, um der Alterung einer Gesellschaft effektiv zu begegnen.
Gerald Winterleitner