Wien

WKW-Chef Ruck: Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz 

Die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) setzt bei Infos auch auf einen Chatbot. Und auch sonst solle man KI als Chance sehen, so WKW-Chef Walter Ruck.
Claus Kramsl
24.09.2023, 16:57
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"Künstliche Intelligenz ist ein Thema, dem wir nicht entkommen werden – und in Wirklichkeit auch nicht entkommen sollten. Es ist etwas, was wir wunderbar für uns nutzen können", so Ruck. Die Wiener Wirtschaftskammer habe daher ein Programm aufgesetzt. "Bis Ende 2025 will die Interessenvertretung an 365 Tagen in Jahr, an sieben Tagen die Woche und 24 Stunden am Tag in mehreren Sprachen alle Auskünfte erteilen und alle Anfragen beantworten.“

Man müsse die Zukunft mitgestalten und nicht von ihr mitgenommen werden, so Ruck im "Heute"-Interview. 300.000 Beratungsfälle habe die Wirtschaftskammer pro Jahr. Diese sollen nun mit KI-Unterstützung schneller und rund um die Uhr abgewickelt werden können.

KI-Chatbot der WKW macht Personal-Ressourcen frei

Am 27. September startet die Pilotphase des KI-Chatbot I.S.A. der Wiener Wirtschaftskammer (WKW). Der Stufenplan sieht bis Ende 2025 vor, dass alle Services und Beratungen auch KI-unterstützt abgerufen werden können. "Wenn zum Beispiel ein Clubbetreiber um 3 Uhr in der Früh eine Frage hat, werden wir dann eine Erstinformation leisten können", so Ruck. Das Service funktioniert sowohl telefonisch als auch digital. "Wir machen das unabhängig vom Endgerät." Computer, Handy, Festnetz – sei möglich. Auskunft gebe es sofort und in der Sprache, "in der sie sprechen wollen", schildert der Wirtschaftskammer-Präsident.

Es handle sich um ein zusätzliches Angebot, das nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen gehen werde. "Die Personal-Ressourcen die so frei werden, setzen wir für kreativere Aufgaben ein", so Ruck.

"Kein Mensch muss Angst haben, dass er seinen Arbeitsplatz verliert"

Ist die KI Fluch oder Segen? "Wir leben in ständiger Veränderung. Und wenn die Veränderungen besonders groß sind, werden sie industrielle Revolutionen genannt. Im Grunde genommen, haben diese Entwicklungen immer zu mehr Arbeit und mehr Beschäftigung geführt. Und das wird da genau so sein", ist Ruck überzeugt. "Ich glaube, kein Mensch muss Angst haben, dass er seinen Arbeitsplatz verliert."

Hier geht’s zum Chatbot der WKW

Bei der Berufswahl sollten sich junge Menschen nicht zu viele Gedanken in Richtung KI machen. Wien sei ein sehr heterogener Standort. "Bei uns gibt es alles. Von persönlicher Dienstleistung über Gewerbe bis zu Handel und IT-Dienstleistungen", so der WKW-Präsident. Wichtig sei es, sich "nach seinen Neigungen und Talenten zu verwirklichen", ist er überzeugt. Neben anderen Institutionen biete auch die Wirtschaftskammer viele Möglichkeiten, sich über mögliche Karriere- und Berufschancen zu informieren und seine Talente zu testen.

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