Bei der Fußball-WM 2026 in Nordamerika erwartet Fans eine Neuerung, die nicht jedem gefallen dürfte: Erstmals sollen während der Spiele Werbespots laufen - und zwar nicht nur in der Halbzeit.
ARD und ZDF wollen dafür die von der FIFA eingeführten Trinkpausen nutzen. Diese sind für die 22. und 67. Minute angesetzt und dauern jeweils rund drei Minuten. In dieser Zeit könnten die öffentlich-rechtlichen Sender kurze Werbeblöcke einbauen.
Wie Chip.de berichtet, könnten die neuen Werbefenster für die Sender richtig lukrativ werden. Berichten zufolge sind Preise von mehreren tausend Euro pro Sekunde möglich. Besonders begehrte Slots - etwa während K.-o.-Spielen mit deutscher Beteiligung - könnten sogar über 10.000 Euro pro Sekunde kosten.
Ganz frei sind ARD und ZDF bei der Platzierung allerdings nicht. Die Spots dürfen erst 20 Sekunden nach Beginn der Trinkpause starten und müssen spätestens 30 Sekunden vor dem Wiederanpfiff enden. Die maximale Gesamtlänge eines Werbeblocks beträgt 80 Sekunden.
Für die öffentlich-rechtlichen Sender gelten laut Rundfunkstaatsvertrag besondere Regeln. Reguläre Werbespots dürfen etwa nicht nach 20 Uhr ausgestrahlt werden. Das schränkt die Möglichkeiten während der WM deutlich ein, denn viele Spiele finden wegen der Zeitverschiebung erst am Abend oder in der Nacht statt.
Ob auch die Telekom Werbung während der WM-Spiele ausstrahlt, ist noch nicht bekannt. Der Konzern hat sich die exklusiven Rechte für sämtliche 104 Spiele des Turniers gesichert.