Frankreich verlor in Katar das große Finale gegen Lionel Messi und Argentinien mit 5:7 im Elfmeterschießen, verpasste die Titelverteidigung. Die "Equipe Tricolore" musste bei der Endrunde auf seinen großen Star-Stürmer verzichten.
Weltfußballer Karim Benzema verletzte sich unmittelbar vor Turnierstart im Training, zog sich eine Muskelblessur am Oberschenkel zu. Brisant: Nun behauptet sein Berater Karim Djaziri, er wäre schon ab dem Achtelfinale zumindest fit genug für die Ersatzbank gewesen. Dabei stützt sich der Agent auf Berichte von drei verschiedenen Spezialisten.
Das befeuert wiederum die Berichte, Benzema habe dem französischen Nationalteam unmittelbar nach der WM deshalb den Rücken zugekehrt. Er sei sauer auf Teamchef Didier Deschamps, der ihn trotz seiner raschen Genesung nicht nach Katar zurückgeholt habe.
Fakt ist: Schon vor dem Finale gegen Argentinien hatte Benzema bei seinem Klub Real Madrid mehrere Mannschaftstrainings voll absolviert. Die einzige Einladung ins Lusail Stadium kam jedoch nicht von Deschamps sondern von Staatspräsident Emanuel Macron - für die Ehrentribüne. Diese schlug Benzema aus.
Dass nun die medizinischen Berichte über den Agenten an die Öffentlichkeit durchsickern, sorgt für neuen Zündstoff in der Debatte um Benzema. Der Berater liefert damit wohl den wahren Grund für den internationalen Rücktritt seines Schützlings. Benzema fühlt sich von Deschamps ausgebootet.
Erschwerend kommt hinzu, dass die angespannte Beziehung zwischen dem Trainer und dem Superstar eine lange Vorgeschichte hat. Deschamps hatte Benzema jahrelang aus dem Nationalteam verbannt, nachdem dessen Erpressungs-Skandal rund um ein Sex-Video von Ex-Kollege Mathieu Valbuena bekannt geworden war.