WM-Hotels in Katar nehmen keine Homosexuellen auf

Die WM in Katar sorgt für Kritik.
Die WM in Katar sorgt für Kritik.IMAGO
Die Fußball-WM 2022 in Katar steht weiter in der Kritik. Diesmal sorgt eine Recherche eines schwedischen Senders für Zündstoff.

Zwei Journalisten gaben sich als schwules Paar aus, das die Flitterwochen in Katar verbringen wolle. Dabei fragten die Schweden bei insgesamt 69 offiziellen WM-Hotels der FIFA um Zimmer an.

56 von 69 Hotels haben geantwortet. Drei Häuser lehnten die Anfrage sofort ab. "Vielen Dank für Ihre Frage, aber gemäß unserer Hotelpolitik können wir Sie nicht aufnehmen", lautete eine Begründung. Ein anderes Hotel antwortete noch deutlicher: Homosexuelle Paare werden nicht akzeptiert.

20 weitere Häuser wollen das Paar nur akzeptieren, wenn "man sich nicht schminkt und nicht homosexuell kleidet." 33 Hotels hatten keine Einwände, der Rest antwortete erst gar nicht.

Der Fußball-Weltverband reagiert auf die Recherche: "Die FIFA ist zuversichtlich, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, damit LGBTQI-Fans und andere das Turnier in einer einladenden und sicheren Art und Weise genießen können."

In Katar ist Homosexualität grundsätzlich verboten, sogar bis zu sieben Jahre Haft können drohen. Mitglieder der LGBTQI+-Community sollen systematisch überwacht und ihr Austausch via Social Media unterdrückt werden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen