In den USA gelten 13 Bundesstaaten als "Schlachtfeldstaaten" oder "swinging states", die den Ausgang der Präsidentschaftswahl bestimmen dürften.
Rot steht für republikanisch, Blau für demokratisch. Als violette Staaten ("purple states") bezeichnen Wahl- und Meinungsforscher die Bundesstaaten, in denen von keinem klaren Sieg des demokratischen oder des republikanischen Kandidaten ausgegangen werden kann.
In fünf der 13 "Schlachtfelder" hat Trump so gut wie keine Chance gegen Clinton. Trump braucht die übrigens acht, um sich überhaupt noch Chancen auf den Sieg ausrechnen zu können.
In vier Staaten wird es besonders eng
Pennsylvania, Colorado, North Carolina und Florida: Vor allem in diesen Bundesstaaten entscheidet sich, wer neuer US-Präsident wird. In diesen „Swing States“ wechselten in der Vergangenheit die Mehrheiten. Clinton muss zwei davon gewinnen, Trump alle drei. Sie liegen an der Ostküste.
Die USA dürften um 22 Uhr (4 Uhr am Mittwoch in Deutschland) anhand stabilisierter Hochrechnungen wissen, ob es ein enges Rennen wird und eine lange Nacht. Oder ob Clinton am Ende doch klar gewinnt.
Die Zwischenbilanz beider hier aufgeführten Gruppierungen liegt bei 110 Wahlmännerstimmen. Holt Trump alle, zieht er ins Weiße Haus ein. Verpasst er auch nur in einem der acht Staaten den Sieg, wird Clinton neue US-Präsidentin:
Nevada (6 Wahlmänner) - Ausgang offen
Insgesamt beträgt der Vorsprung Clintons bei Umfragen in Nevada im Durchschnitt nur bei 1,5 Prozentpunkten.Der "FiveThirtyEight"-Wahlblog des Statistikers und Politikexperten Nate Silver, der die letzten beiden Präsidentschaftswahlen zu 99,5 Prozent richtig prognostizierte, aber Trumps Aufstieg nicht vorhergesehen hat, rechnet mit einer Sieg-Wahrscheinlichkeit von 59,3 Prozent für Clinton.
Arizona (11) - Trump vorne
Elf Wahlmännerstimmen aus Arizona sind für beide Kandidaten enorm wichtig. Clinton führt dort mit 0,6 Prozentpunkten, doch der Vorsprung schmilzt. „FiveThirtyEight“ glaubt an einen Sieg für Trump.
Colorado (9) - Ausgang offen
Von acht Prozentpunkten Vorsprung in Colorado Mitte Oktober sind Clinton zwar nur noch vier Punkte geblieben. Silvers Blog sieht die Gewinnwahrscheinlich bei 78 Prozent für Clinton.
North Carolina (15) - Ausgang offen
North Carolina könnte Trump die Wahl kosten. 15 Wahlmännerstimmen sind hier zu vergeben. Clinton aber liegt in dem Staat mit drei Prozentpunkten vorn. Und auch laut „FiveThirtyEight“ gewinnt Clinton dort mit einer Wahrscheinlichkeit.
Florida (29 Wahlmännerstimmen) - Trump vorne
Das Blatt hat sich hier zu Trumps Gunsten gewendet. Den gesamten Oktober über lag Clinton vorn, teilweise bis zu vier Prozentpunkte. Jüngste Umfragen sehen jedoch Trump auf einmal vorn. „RealClearPolitics“ errechnet einen durchschnittlichen Vorsprung für Trump von 0,5 Punkten.
Ohio (18) - Trump vorne
Seit Mitte Oktober, als Trump in dem Staat die Führung übernahm, ist der Abstand zwischen beiden ungefähr gleich.
Georgia (16) - Ausgang offen
Mitte September sah es noch so aus, als hätte Trump Georgia bereits sicher. Der Vorsprung betrug zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent. Noch Mittlerweile sind es noch 3,6 Prozent.
Iowa (6) - Ausgang offen
Iowa könnte zu einem Zünglein an der Waage werden. Über alle Umfragen hinweg liegt Trump hier mit 1,4 Prozent noch vorn, zwei Umfragen sehen ein Unentschieden. „FiveThirtyEight“ beziffert die Sieg-Wahrscheinlichkeit Trumps auf 57,3 Prozent.
Lesen Sie weiter: Hier hat Clinton die Nase vorn
In diesen Swing States hat Trump kaum eine Chance
Pennsylvannia (20 Wahlmännerstimmen)
Mit 20 Wahlmännerstimmen ist Pennsylvannia enorm wichtig. Clinton liegt hier vorn.
Wisconsin (10)
Während Clintons Umfragewerte in Wisconsin auf der Stelle treten, holt Trump Schritt für Schritt auf.
Michigan (16)
Sowohl Clinton als auch Trump können sich über steigende Zustimmungswerte freuen. Clinton liegt aber vorn.
Virginia (13)
Virginia ist für Clinton relativ sicher. Die Demokratin liegt hier in allen Umfragen vorn.
New Hampshire (4)
New Hampshire ist Clinton-Terrain. In keiner Umfrage lag sie hinter Trump.Sichere Wahlmännerstimmen für die Demokratin.