Österreich

Wo Gesundes auch richtig gut schmeckt

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:06

Seit kurzem hat Wien ein eigenes "Porridge-Lokal". Ab sofort können sich Hafer-Freunde und solche, die es noch werden wollen, in der Wiener City ein gesundes Frühstück schmecken lassen.

Viel fühlen sich beim Thema Haferbrei an ihre Kindheit erinnert, andere denken an Pferdefutter, aber längst nicht nur die Briten wissen guten Porridge zu schätzen. Seit März können sich die Wiener von den Vorzügen des Hafer-Frühstücks selbst überzeugen.

Die "Haferei" in der Köllnhofergasse 6 (Innere Stadt) ist Österreichs erste Porridge-Bar und beweist, dass gesund auch richtig gut schmecken kann. Der angebotene Porridge kann vor Ort genossen oder in "to go"-Variante mitgenommen werden. Das kommt vor allem Vielbeschäftigen zugute, die sich trotz Terminstress ein gutes Frühstück gönnen wollen.

"Ich hatte früher einige Lebensmittelunverträglichkeiten, darunter eine Histamin-Allergie", erzählt Haferei-Gründerin Eva Szekeres (39). Als ihr dann jemand Porridge als leichtverträgliche und gesunde Frühstücksalternative empfohlen hat, versuchte sie es mit dem Haferbrei und war bald überzeugt.

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Porridge hat viele Vorteile, wie Szekeres betont: "Er enthält viele Vitamine und Eiweiß, hält lange satt und ist dabei sehr gut verträglich. Ein zusätzliches Bonus ist, dass man genau weiß, was da eigentlich drin ist".

Porridge als Selbstbaukasten

Drin sind in der "Haferei" ausschließlich hochwertige Bioprodukte. Mit Ausnahme des gluteinfreien Hafers (aus einer kontrollierten Biomühle in Deutschland) kommen alle Zutaten aus Österreich. Der Haferbrei selbst besteht aus Bio-Haferflocken, die mit Wasser, eine Prise Meersalz und einem Schuss Ahornsirup weichgekocht werden.

Dann beginnt die Qual der Wahl: aktuell stehen 15 verschiedene Toppings zur Auswahl, die Auswahl reicht von Obst wie Banane, Mango oder Himbeeren über Avocado, Mandeln und Erdnussmus bis hin zu Nuss-Ahornsirup-Granola. Wer sein Porridge lieber salzig genießt, kann den Haferbrei auch mit Bio-Schafkäse kombinieren.

Eine Portion Porridge kostet mit zwei Toppings 3,90 Euro, mit drei kommt das gesunde Frühstück auf 4,50 Euro. Natürlich kann man seinen Porridge nach Lust und Laune und ohne Grenze weiterbauen, für jedes zusätzliche Toppings werden 0,80 Euro fällig.

Stark wie die Schotten

Dafür erhält man ein Frühstück, das langanhaltend satt macht und alle notwenigen Nährstoffe für einen erfolgreichen Tag enthält. Das schätzen auch die "Erfinder" aus Schottland, bei denen Porridge seit dem Mittelalter zum guten Frühstück gehört. Bis heute gibt es erhebliche Auffassungsunterschiede darüber, ob der Hafer puristisch mit Wasser und Salz oder cremiger in einer Mischung aus Wasser und Milch gekocht werden soll.

Auch über die Frage, ob Porridge gezuckert werden soll und darf, wird bis heute debattiert. Der eine oder andere hätte vermutlich kein Problem damit, den Zucker durch ein Schlückchen Whiskey zu ersetzen. Unabhängig von der Zubereitungsart ist Porridge bis heute fixer Bestandteil eines guten "Scottish breakfast", ganz besonders dann, wenn die Schotten nach dem Frühstück bei den Highland Games noch Baumstämme durch die Gegend schleudern müssen.

Porridge in Brotform

Für alle jene, die an einer Art haferbreibedingtem Kindheitstrauma leiden, bietet Szekeres in ihrer "Haferei" eine Alternative an. Die Dinkelhaferbrote (kommen von einem Bio-Bäcker in Oberösterreich) werden getoastet und mit unterschiedlichem Belag, wie Kichererbsen-Mash, Avocado-Mash oder Cashewmus mit Banane verfeinert. Abgerundet wird das Frühstück mit Heißgetränken wie Tee oder Kaffee. Einen Versuch wert sind auch die handgemachten Shakes. Neben dem Geschmack punkten diese auch durch ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Die "Haferei" befindet sich in der Köllnerhofgasse 6 (Innere Stadt) und hat Montag bis Freitag von jeweils 8 bis 13 Uhr, am Samstag von 8.30 bis 13 Uhr geöffnet. (lok)

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