Immer mehr Autos auf den Autobahnen unterwegs

Die A1 bei Traun: Hier ist der Verkehr in OÖ am schlimmsten.
Die A1 bei Traun: Hier ist der Verkehr in OÖ am schlimmsten.Bild: picturedesk.com
Neue Zahlen zeigen: Der Autoverkehr nimmt immer mehr zu. Wir zeigen, wo die Verkehrsbelastung in OÖ am größten ist. Hier die Details.
Es gibt immer mehr Autoverkehr in Oberösterreich! Das zeigt eine aktuelle VCÖ-Analyse. Hier die Details:

Der Autobahnabschnitt mit dem meisten Autoverkehr ist die A1 bei Traun. Dort waren heuer pro Tag im Schnitt 97.400 Pkw und Kleintransporter unterwegs, um 0,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das zeigt die VCÖ-Analyse auf Basis von Asfinag-Daten. Auch auf der A8 und der A25 nahm der Autoverkehr zu.

155 Zählstellen analysiert



Die Autobahn mit der zweitstärksten Verkehrsbelastung in Oberösterreich ist die A7 Mühlkreisautobahn, wo bei der Zählstelle Bindermichl täglich 87.690 Pkw und Kleintransporter pro Tag unterwegs waren (genaue Zahlen siehe Info-Kasten).

Anzahl der Kfz unter 3,5 Tonnen pro Tag im Schnitt

A1 Traun: 97.400 (plus 0,5 %)

A1 Haid: 96.730 (plus 1,9 %)

A7 Bindermichl: 87.680 (minus 2,1 %)

A1 Ast Steyr: 62.870 (plus 1,8 %)

A1 Sattledt: 54.140 (plus 3 %)

A25 Marchtrenk: 50.460 (plus 2,9 %)

A25 Puchberg: 49.970 (plus 2,6 %)

A1 Vorchdorf: 49.680 (plus 2,8 %)

A8 Krenglbach: 47.500 (plus 3,5 %)

A1 Oberndorf: 46.460 (plus 1,9 %)
Der VCÖ hat österreichweit die Daten von 155 Zählstellen der Asfinag analysiert. Bei 18 Zählstellen nahm der Autoverkehr sogar um mehr als fünf Prozent zu, bei 62 zwischen zwei und fünf Prozent und bei 59 um bis zu zwei Prozent.

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"Stärkere Anreize für Umstieg auf Öffis"



"Die Zunahme des Autoverkehrs führt Österreich von seinen Klimazielen weg. Zudem bedeutet mehr Autoverkehr mehr Staus und mehr gesundheitsschädliche Schadstoffe. Es braucht viel stärkere Anreize für den Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Auch für Fahrgemeinschaften sei das Potenzial groß. "In Österreich sitzen derzeit in 100 Pkw im Schnitt nur 115 Personen", so der VCÖ. Allein die Erhöhung auf zwei Personen pro Pkw würde den Autoverkehr deutlich reduzieren. 1.000 Personen fahren heute in 870 Pkw, bei einem Besetzungsgrad von zwei wären es mit 500 Pkw um 42 Prozent weniger.

Von der Regierung fordert der VCÖ eine Steuerreform, die umweltfreundliches Verhalten belohnt. Und: Die Infrastrukturpolitik müsse man in Einklang mit den Klimazielen bringen. "Während beinahe jede Almhütte mit dem Auto erreichbar ist, haben in Österreich nicht einmal alle Bezirkshauptstädte eine Anbindung ans Bahnnetz", so VCÖ-Experte Gansterer.



(rep)

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