Erst vor wenigen Monaten hat die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria 700 Millionen Steuergeld erhalten. Eine weitere Milliarde wird in den kommenden Wochen fällig. "Heute" sagt Ihnen warum.
Erst vor wenigen Monaten hat die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria 700 Millionen Steuergeld erhalten. Eine weitere Milliarde wird in den kommenden Wochen fällig. "Heute" sagt Ihnen warum.
Wohin das Geld geht: Es kommt, bildlich gesprochen, in die Schublade mit der Aufschrift "Eigenkapital". Das sind Rücklagen, ohne die eine Bank nicht als Bank arbeiten darf. Kann ein Institut (oder, im Falle der Hypo eine international tätige Gruppe von Banken) Verluste nicht decken, muss der "Notgroschen" herhalten.
Die Hypo hat aber keinen Cent mehr zur Seite gelegt als die gesetzlich geforderten 1,5 Milliarden. Fällt sie unter diese Grenze, dürfte sie nicht mehr als Bank tätig sein. Deshalb hat der Steuerzahler als Eigentümer den Topf wieder zu füllen. Warum die aktuellen Probleme?
Gründe sind etwa drohende Kreditverluste am Balkan und in Italien (-620 Millionen), die Retournierung von zu viel kassierten Leasingzinsen in Italien (-90 Millionen) und die um 65 Millionen unter Wert verkaufte Hypo Österreich. Zudem verlangt das Gesetz ab 1. Jänner 2014 von der Hypo viel mehr Eigenkapital als bisher.
Wolfgang Bartosch