Wirtschaft

Wohnen und Essen sind teurer geworden

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:48

Die Mieten und der Einkauf schlagen sich nach wie vor teuer zu Buche. "Die Netto-Mieten sind um weit mehr als die Hälfte stärker gestiegen als die Gesamt-Inflation, ebenso der tägliche Einkauf", beklagt AK Präsident Rudi Kaske.

Die Mieten und der Einkauf schlagen sich nach wie vor teuer zu Buche. "Die Netto-Mieten sind um weit mehr als die Hälfte stärker gestiegen als die Gesamt-Inflation, ebenso der tägliche Einkauf", beklagt AK Präsident Rudi Kaske.

Die Inflationsrate nach österreichischer Berechnung (VPI) lag 2013 mit 2,0 Prozent unter den Werten von 2012 (2,4 Prozent) und 2011 (3,3 Prozent) und genau im Schnitt der zehn Jahre davor (2001 bis 2010). Wohnen und Nahrungsmittel waren die Preistreiber, Treibstoffe dämpften die Inflation, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Wie teuer das Leben ist, spüren die Menschen tagtäglich im Geldbörsel. "Ein Wohn-Paket muss daher rasch angegangen werden, damit die eigenen vier Wände endlich billiger werden", verlangt der AK Präsident. Die hohen Mietkosten seien für viele Menschen ein großes Problem. Im Regierungsprogramm sei das Thema Wohnen sehr vage und ohne Zeitlimits, obwohl es im Wahlkampf ein großes Thema war, kritisiert Kaske. "Justizminister Brandstetter ist jetzt gefordert, aktiv zu werden und Wohnen billiger zu machen."

Mieten senken

Die Mieten im privaten Altbau können sofort gesenkt werden. Dazu muss nur ein Satz im Mietrechtsgesetz eingefügt werden: "Die Höhe des Hauptmietzinses gemäß Paragraph 16, Absatz 2 bis 4, darf in Summe nicht mehr ergeben als den Richtwert plus 20 Prozent." Das würde Wohnungssuchende, vor allem junge Menschen, sofort spürbar entlasten.

Beweislastumkehr auch bei Lebensmitteln

Die Beweislastumkehr soll laut Regierungsprogramm im Strom- und Gasbereich kommen. Die AK verlangt außerdem, dass sie auch im Lebensmittelbereich kommt. Damit müssen die Unternehmen beweisen, dass die Preise gerechtfertigt sind - nicht die Konsumenten.

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