Am Karl-Benz-Weg in Wien-Floridsdorf wurde in der Nacht auf Sonntag ein Einfamilienhaus nach einer Gasexplosion völlig zerstört. Wie "Heute" bereits berichtete, soll ein 93-jähriger Mann in der Siedlung im 21. Bezirk die Explosion absichtlich herbeigeführt haben. Er steckte in den Trümmern fest und konnte befreit werden. Dann wurde er verhaftet.
Kurz nach Mitternacht kam es zu der Explosion. Das Wohnhaus glich am Morgen nach der heftigen Detonation einem einzigen Trümmerfeld, aus dem Haus blieb so gut wie nichts übrig. Die Wiener Berufsfeuerwehr rückte sofort nach der Alarmierung mit insgesamt 22 Fahrzeugen und 90 Mann aus.
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle war das Ausmaß der Zerstörung bereits sichtbar, das Haus war völlig zerstört und der Trümmerkegel brannte lichterloh. Ein Leserreporter-Video zeigt die Szenen vor Ort.
Auch das benachbarte Haus begann zu brennen, weitere Häuser und nahegelegene Autos wurden von der starken Explosion in Mitleidenschaft gezogen. Unverzüglich wurde mit den Löscharbeiten begonnen, beschädigte Häuser und Fahrzeuge wurden darüber hinaus kontrolliert.
Anschließend wurde der Trümmerkegel mit den Rettungshunden der Wiener Berufsfeuerwehr abgesucht, wobei eine Person von einem Rettungshund bellend angezeigt und von weiteren Rettungshunden bestätigt wurde.
Daher konnte von der Schallortungsgruppe des Katastrophenhilfsdienstes mittels Stabkamera die Person rasch aufgefunden und ein Sprechkontakt hergestellt werden. Zur Befreiung der Person musste anschließend händisch der Trümmerkegel im betroffenen Bereich abgetragen werden, anschließend wurde die Person an die Berufsrettung übergeben. Er befindet sich in einem Krankenhaus und wird dort bewacht.
Wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung wurde der 93-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen. Die Brandermittler des Landeskriminalamts Wien haben die Ermittlungen zur Ursache der Explosion aufgenommen. Diese laufen auf Hochtouren.
Mehrere Bewohner erlitten leichte Verletzungen, zwei Personen mussten ins Spital gebracht werden. Wie hoch der gesamte Sachschaden ist, steht derzeit noch nicht fest.