In der Gemeindewohnungs-Affäre rund um Vösendorfs Ortschefin Andrea Stipkovits tauchte jetzt anonym die Schenkungsurkunde über die Eigentumswohnung auf.
Nach Bekanntwerden der Eigentumsverhältnisse von Andrea Stipkovits in der Gemeindewohnungs-Affäre in Vösendorf hatte die Sozialdemokratin gesagt: "Ja stimmt, aber bei der Immobilie handelt es sich um das Elternhaus meines Noch-Ehemannes. Die Übertragung erfolgte auf dessen Wunsch aus familiären Gründen, damit verbunden war aber auch eine sogenannte Rückübertragungsverpflichtung. Somit verbleibt die Immobilie im Besitz der Familie meines Noch-Ehemannes."
Wo ist die Klausel?
Jetzt wurde "Heute" die Schenkungsurkunde zugespielt, in der Urkunde ist aber keine Rückübertragungsklausel zu finden. Und: Der Vergabeakt soll laut Augenzeugen quasi leer sein: Keine Lohnzettel, keine Eigentumsangabe.
Schnedlitz schaltet sich ein
Dass die Wohnungs-Causa auch außerhalb von Vösendorf Wellen schlägt, zeigt auch das Einschreiten des Wohnsprechers des FP Landtgsklubs, Landtagsabgeordneter Michael Schnedlitz. Schnedlitz, der bekannt ist, als Wohnstadtrat in Wiener Neustadt schon mehrere SPÖ-Skandale aufgearbeitet zu haben, sagt zum Vösendorfer Fall: „Wenn sich Politiker selbst gegenüber von Bürgern bevorzugen, sehe ich das nicht zu. Wir werden alles aufdecken und sämtliche Missstände in Vösendorf abstellen." Schnedlitz hat bereits als Gast an der Gemeinderatssitzung in Vösendorf am Mittwoch ("Heute" berichtete) teilgenommen, um sich ein erstes Bild zu machen.
Wie berichtet hatte die Bürgermeisterin eine Gemeindewohnung bekommen, ein Ex-Gemeinderat zeigte die SP-Frau dann bei Korruptionsstaatsanwaltschaft an. Offen ist zudem noch eine Frage: Wer hat die Umbauarbeiten an der 75 Quadratmeterwohnung-Gemeindewohnung gezahlt? (Anm.: Stipkovits bekam die Wohnung am 14. September 2017 zugesprochen und zog erst Mitte März ein).
(Lie)