Wolf-Opfer erzählt: "Biss ging bis auf den Knochen"

Ein hochaggressives Tier treibt derzeit in den Wäldern rund um Klosterneuburg sein Unwesen. Es hat auch bereits ein erstes Opfer gegeben!

Der Wiener Büchsenmacher Philipp K. (33) wurde bei der nächtlichen Jagd in einem Kritzendorfer Revier von der unbekannten Kreatur angefallen und schwer verletzt. Er hatte sich gerade, nur mit einem Handy als Taschenlampen-Ersatz bewaffnet, den Weg durch die Dunkelheit gebahnt, um seinen Abschuss zu bergen, als er aus dem Nichts von einer wolfsähnlichen Kreatur attackiert wurde.

Wunde "hätte noch tiefer sein können, wenn ..."

"Das Tier fiel mich an, biss mich zwei Mal in den Fuß, ich ging zu Boden. Ich wollte dem Biest auf die Nase schlagen, traf es aber nur am Auge und erlitt dadurch einen weiteren Biss am rechten Arm. Erst durch einen weiteren Schlag und laute Schreie verscheuchte ich es", schildert Philipp K. im "Heute"-Interview die dramatischen Sekunden.

Seine tiefen Wunden mussten im Krankenhaus mehrmals ausgewaschen, desinfiziert und genäht werden. Das wilde Tier hatte ihn heftig erwischt, am Bein trafen dessen Reißzähne sogar auf das Schienbein. "Die [Wunde] hätte wahrscheinlich noch tiefer sein können, wenn der Knochen nicht dazwischen gewesen wäre. Dieser hat zum Glück nichts abbekommen."

Eine der Verletzungen am Arm ist mehrere Zentimeter lang. Diese müsse er täglich desinfizieren und reinigen, da diese nur mit einem Kreuzstich genäht wurde, damit Wundflüssigkeit abfließen kann. Diese exponierte Stelle aber steril zu halten sei bei der Arbeit und im Umgang mit Kunden im Wiener Familienbetrieb nicht immer einfach.

Was war die unbekannte Bestie?

In den nächsten Tagen stehen für den 33-Jährigen nun noch mehrere Verbandswechsel an, am 28. Juni wollen die Ärzte prüfen, ob die Nähte gezogen werden können. K. ist aber optimistisch, derzeit sehe die Wundheilung gut aus. Danach steht noch eine prophylaktische Auffrischung seines Tollwut-Schutzes auf dem Programm.

Anhand der Tiefe der Verletzungen versucht er jetzt herauszufinden, um was genau es sich bei der unbekannten Bestie handeln könnte. Spekulationen über einen aus Osteuropa eingewanderten Goldschakal verwarf der Jäger schnell wieder, da diese eine andere Bissstruktur besitzen! Seine aktuelle Theorie: "Da es nicht ganz so groß war, aber ein mächtiges Gebiss hat, könnte es sich um ein Hybrid aus Wolf und Hund handeln."

Trotz des erschütternden Erlebnisses will K. bald wieder auf die Pirsch gehen: "Die Jagd lasse ich mir nicht nehmen!"

Die Wolfssichtungen in Klosterneuburg

Bereits ab Juli 2018 hatte ein Wolf in den Klosterneuburger Wäldern sein Unwesen getrieben und in mehreren Gemeinden Schafe, Mufflons und Rehe getötet. Ein schockierendes Erlebnis machte etwa auch Robert K. (45), Schwiegersohn von Fußball-Star Herbert Prohaska, bei einem Waldspaziergang. Er und seine beiden Hunde wurden von zwei Wölfen völlig überrascht – mehr dazu HIER >

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