Wolff zu Reifen-Desaster: "Ein kolossaler Fuck-up!"

Toto Wolff
Toto WolffImago Images
Der Schlag hat gesessen. Mercedes vergeigte beim Sakhir-Grand-Prix mit einer peinlichen Reifen-Panne den sicher geglaubten Doppelsieg. 

Während einer Safety-Car-Phase wollten die "Silberpfeile" 20 Runden vor Ende noch einen Sicherheitsstopp einlegen. Dabei passierte die Panne. Der in Führung liegende Hamilton-Ersatz George Russell bekam Reifen von Valtteri Bottas aufgezogen, musste neuerlich in die Box, um den Fehler zu korrigieren. Es habe Funkprobleme gegeben, erklärte das Team später. 

Doch auch beim Finnen lief es nicht nach Plan, der Stopp des zweiten Mercedes-Piloten dauerte zu lang. Am Ende schauten die Ränge acht für Bottas und neun für Russell heraus. Da konnten die ersten WM-Punkte den 22-Jährigen kaum trösten. 

Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich nach dem Rennen angefressen. "Das ist einer der kolossalsten Fuck-ups, die wir je hatten", schüttelte der Wiener bei "Sky" den Kopf. "Es darf nicht passieren, passiert aber auch uns. Man sieht, dass Menschen an der Arbeit sind." 

Dass beide Fahrer zu einem Sicherheitsstopp in die Box geholt worden waren, verteidigte Wolff allerdings. "Wir hatten den nötigen Vorsprung. Ich denke, man kann es hinterfragen, glaube aber, dass es richtig war", so der Mercedes-Boss. 

Nach dem Grand Prix ließ die Rennleitung immerhin Gnade vor Recht ergehen. Mercedes fasste für das Reifen-Chaos eine Geldstrafe von 20.000 Euro aus. Eine drohende Disqualifikation blieb Russell erspart, weil die "Silberpfeile" mit einem weiteren Boxenstopp die fälschlich aufgezogenen Reifen neuerlich tauschten. 

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