Szene

Wolfs populistische Geste spaltet seine Fans

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:09

Erneut hat ein Fernseh-Auftritt von Frank Stronach für Aufsehen gesorgt. Der politische Quereinsteiger war am Donnerstag zu Gast bei Armin Wolf in der ZIB2. Einmal mehr bewies er dabei, dass er kein Freund der sonst in Österreich üblichen, feinen Phrasenklinge ist. Am Ende der Sendung nutzte Wolf die Gelegenheit, Stronach bloßzustellen. Das gefiel allerdings nicht allen Anhängern des Social-Media-Stars.

Erneut hat ein Fernseh-Auftritt von Frank Stronach für Aufsehen gesorgt. Der politische Quereinsteiger war . Einmal mehr bewies Stronach dabei, dass er kein Freund der sonst in Österreich üblichen, feinen Phrasenklinge ist. Am Ende der Sendung nutzte Wolf die Gelegenheit, Stronach bloßzustellen. Das gefiel allerdings nicht allen Anhängern des Social-Media-Stars.

Der umstrittene Austro-Kanadier, dessen Engagement in der heimischen Polit-Landschaft für frischen, wenn auch teilweise sehr skurrilen Wind sorgt, hatte Wolf nach seinem irren TV-Auftritt ein Exemplar seiner Autobiografie geschenkt. Inklusive einer persönlichen Widmung, in der Stronach Wolf als "guten Journalisten" bezeichnet.

Nur im Datum hatte sich der schrullige Steirer geirrt. Am Ende der Sendung hielt der ZIB-Moderator das Buch in die Kamera und ein Foto der freundlichen Geste wurde von Wolf auf Facebook gepostet. Mit dem Kommentar, in dem der ZIB-Reporter sich für die "nette Widmung" bedankt, das falsche Datum aber "sehr verwirrend" findet.

Geteilte Meinung auf Facebook

Auf Wolfs Facebook-Seite, die mit fast 88.000 Anhängern die des "Team Stronach" um ein Vielfaches überflügelt (5.244 Fans), ging es daraufhin rund: Das Foto erhielt bis Freitag 11 Uhr an die 2.700 Likes, wurde 90 Mal geteilt und über 400 Mal kommentiert.

Doch unter die vielen Schulterklopfer-Postings mischte sich auch Kritik an der Aktion von Wolf. Mit objektivem Journalismus habe das nichts zu tun, wirft ein Anhänger ein. Ein anderer meint etwas schärfer, dass "nicht die unerträgiche Eitelkeit des Fragenden im Vordergrund stehen sollte". Die meisten Kritiker sehen in dem Posting Wolfs eine "billige" und "populistische" Aktion, die nichts mit dem zuvor gehaltenen Interview zu tun hätte. Die Auftritte Stronachs sollten ohnehin für sich sprechen. Da bräuchte es keinen Anchor, der seine Popularität für billige Meinungsmache missbraucht.

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