Wirtschaft

Wollten die Zeugen Grasser nur reinreiten?

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:25

Die Causa Buwog ist um einen Akt reicher. Zwei Zeugen, die den Ex-Finanzminister belastet haben, sind mit einem Verfahren wegen Verleumdung und falscher Zeugenaussage konfrontiert. Karl-Heinz Grasser hat den Ex-Kabinettschef von Infrastrukturminister Michael Schmid, Willibald Berner, und seinen eigenen Ex-Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht angezeigt.

Die Causa Buwog ist um einen Akt reicher. Zwei Zeugen, die den Ex-Finanzminister belastet haben, sind mit einem Verfahren wegen Verleumdung und falscher Zeugenaussage konfrontiert. Karl-Heinz Grasser hat den Ex-Kabinettschef von Infrastrukturminister Michael Schmid, Willibald Berner, und seinen eigenen Ex-Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht  angezeigt.

Berner wird zur Last gelegt, den Hauptverdächtigen im Buwog-Skandal, Grasser, "durch vermeintlich falsche Angaben zu Unrecht der Gefahr behördlicher Verfolgung ausgesetzt zu haben". So steht es laut "Falter" in einem Schreiben von Oberstaatsanwalt Alexander Marchart.

 

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Berner hatte alle verpfiffen

Berner gilt als wichtiger Zeuge in dem Fall. Er hatte der Justiz berichtet, dass ein "kleiner Kreis aus Persönlichkeiten aus der FPÖ" im Jahr 2000 vereinbart habe, bei den Privatisierungen von den üblichen "Fees" zu profitieren. Namentlich nannte er den Lobbyisten Walter Meischberger, Peter Hochegger, Grasser, den Immobilienmakler Ernst Plech und Personen im Umfeld des damaligen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider.

Ramprecht ebenfalls angezeigt

Laut "profil" wird neben Willibald Berner auch gegen Grassers ehemaligen Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht ermittelt. Ramprecht soll mit seinen Aussagen ebenfalls maßgeblichen Anteil daran gehabt haben, dass im Buwog-Komplex überhaupt gegen Karl-Heinz Grasser ermittelt wird.

Dieser hatte den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen stets infrage gestellt, zuletzt bei einer Einvernahme am 17. Dezember des Vorjahres, in deren Verlauf er selbst Ermittlungen anregte. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft leitete daraufhin von Amts wegen Ermittlungsverfahren ein - obwohl sie die Aussagen von Ramprecht und Berner bisher als glaubwürdig einstufte.

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