In ganz Österreich hat knapp ein Viertel (23,7 Prozent) der Bevölkerung Migrationshintergrund. Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es aber deutliche Unterschiede: Besonders niedrig ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im Burgenland (12,2 Prozent), auch in Niederösterreich ist er mit 15,5 Prozent gering. In Wien sind es etwa 45,9 Prozent und damit die meisten. Das ergaben die Auswertungen des jüngsten Berichts des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und der Statistik Austria zum Thema "Migration und Integration 2020".
Als Migranten werden im Bericht alle Personen gezählt, die entweder ausländische Staatsangehörige sind oder im Ausland geboren wurden. Am höchsten ist der Anteil dabei in Niederösterreich was die Bezirke angeht in Wr. Neustdt. 23,7 Prozent der Bewohner der Stadt waren am Stichtag (1. Jänner 2020) ausländischer Herkunft. Besonders hohe Migranten-Anteile in haben laut der Erhebung auch die Landeshauptstadt St. Pölten und Bruck an der Leitha.
In Bruck an der Leitha gibt es auch die Gemeinden mit den meisten Migranten. In Wolfsthal etwa sind es gar 44,2 Prozent. Grund dafür sind viele slowakische Staatsbürger, die aus dem Grenzbereich zuzogen. Die wenigsten Migranten gibt es im Waldviertel. In der Gemeinde Waidhofen/Thaya-Land sind es laut dem Bericht gar nur 0,2 Prozent.