Österreich

Wr. Neustadt: Wirbel um Schweinefleisch hält an

Heute Redaktion
Teilen
Weiter Aufregung um Schweinefleisch in den Kindergärten und Schulen.
Weiter Aufregung um Schweinefleisch in den Kindergärten und Schulen.
Bild: Fotolia (Symbolbild)

Weiter für Debatten sorgt das Thema Schweinefleisch in Kindergärten und Schulen in Wr. Neustadt: Die Grünen sprechen von "Stimmungsmache".

Im Sommerloch sei der Stadt-ÖVP eine Falschmeldung Grund genug, um Wahlkampfstimmung zu machen, so die Grünen in einer Aussendung. "Es ist absolut unseriös, wie Bürgermeister Schneeberger und Stadtrat Stocker auf einer gekünstelten Empörungswelle reiten und die Bevölkerung verunsichern. Damit werden Gräben vertieft, die eigentlich überbrückt werden müssen", kritisiert Michael Diller die Importierung des virtuellen Wirbels aus Salzburg nach Wiener Neustadt.

„Auch FPÖ-Stadtrat Schnedlitz reagiert auf die offenkundige Falschmeldung und begeht einen Kniefall vor den Fakten", bemängelt der Geschäftsführer der Grünen Stadtpartei. Die Geschützte Werkstätte liefere Mittagsmenüs an die Landeskindergärten und Schulen im Stadtgebiet. Steht einmal Schweinefleisch am Speiseplan, werden Alternativen dazu angeboten.

"Mittagessen wird für jedes Kind einzeln bestellt"

„Am Status Quo sollte nichts geändert werden, denn es funktioniert gut. Viel besser wäre es jedoch, wenn sich ÖVP und FPÖ intensiv auf die Umsetzung der familienfreundlichen Gemeinde konzentrieren würden, anstatt Kinder muslimischen Glaubens und deren Eltern ohne Anlass öffentlich anzupatzen", fordert der Grüne.

Und weiter: "Es ist für Speisepläne vollkommen irrelevant, wie hoch der Anteil von Menschen muslimischen Glaubens in der Stadtgemeinde ist. Das Mittagessen wird für jedes Kind einzeln bestellt. Seit dem Schuljahr 2015/2016 reicht dafür eine Bestellung je Kindergarten bzw. Schule aus. Dem ging eine Initiative der Grünen Wiener Neustadt voraus und ist eine sinnvolle Änderung der aktuellen Stadtregierung."



(wes)