Wolfsberg gewann in der letzten Saison den ÖFB-Cup, spielte bis zur letzten Runde um den Bundesliga-Meistertitel mit. Aktuell läuft es bei den Lavanttalern aber gar nicht rund. Die Kärntner schafften nicht den Sprung in die Meistergruppe, kassierten am Samstag eine bittere 0:2-Niederlage beim GAK. Mathias Olesen (25.) und Daniel Maderner (80.) netzten für den Tabellen-Vorletzten der Bundesliga, der GAK schloss damit punktemäßig zu den Lavanttalern auf.
Und die kamen auch unter dem Deutschen Ismail Atalan, dem bereits dritten Trainer im Saisonverlauf, nicht in Fahrt. In elf Bundesliga-Spielen unter dem Coach stehen ein Sieg und zwei Remis zu Buche, dem stehen acht Niederlagen gegenüber. Und der amtierende Cupsieger wankt.
"Manchmal würde ich mir wünschen, dass in unserer Kabine einmal gefetzt wird. Es ist nur Stille, sie sind alle enttäuscht", vermisste Atalan bei "Sky" auch die Emotionen bei seinen Spielern. "Wenn man Fußball spielt, will man gewinnen, das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Einsatz ist nicht verhandelbar. Ein Spieler muss von sich aus die Motivation haben, auf den Platz zu gehen und gewinnen zu wollen", meinte Atalan, umso mehr konnte er die Leistung seiner Elf nach dem 0:1-Gegentreffer bis zur Halbzeitpause nicht verstehen.
"Ich glaube, es ist wichtig zu akzeptieren, dass wir einmal so eine Phase haben. Damit tun sie sich aber immer noch schwer. Es ist ganz wichtig, so schnell wie möglich den Turnaround zu schaffen", haderte Atalan.
Die aufkommende Kritik an seiner Person konnte der Deutsche nachvollziehen. "Es ist sehr einfach geworden. Wenn man zwei Spiele verliert, liegt es immer am Trainer. Es geht gar nicht um mich. Es geht ums Fußballspielen", so der Wolfsberg-Trainer, der seinen Spielern gleich eine Botschaft mit auf den Weg gab: "Wenn ein Trainer der Grund ist, warum man ein Fußballspiel nicht gewinnen will, dann weiß ich nicht, ob man das unbedingt will."
Doch wie ist das Verhältnis zu Präsident Dietmar Riegler? "Ich muss ihn zu 1.000 Prozent in Schutz nehmen. Ich vertraue ihm und ich vertraue auf meine Fähigkeiten", so der Wolfsberg-Coach. Am kommenden Samstag geht es für die Lavanttaler im Heimspiel gegen Altach.