Im Innenhof des Wiener WUK steht eine Lichtdusche, mit der sich Besucher fehlendes Sonnenlicht holen können. Noch bis April befindet sich das Kunstprojekt in einem der kleinsten Ausstellungsräume der Stadt - einer Telefonzelle.
Drei Künstler haben für das Wiener WUK eine Lichtdusche gebaut. Dabei wurden Vollspektrallampen, die Sonnenlicht simulieren sollen, in eine ehemalige Telefonzelle integriert. Das Kunstobjekt fordert Passanten dazu auf, sich unter die „Lichtdusche“ zu stellen und sich kostenlos bestrahlen zu lassen.
„In der Zelle fühlt man sich abgelöst vom übrigen Umraum und regelrecht ummantelt von Licht. Fast alle wenden das Gesicht den Leuchten zu, als ob sie sich sonnen würden. Die Wirkung des Lichts ist für mich körperlich spürbar“, so Baumann. Ziel des Projekts „ts 003 lux“ ist es, eine Möglichkeit zu bieten, um aus dem „Alltagstrott auszuscheren“.
Die „Lichtdusche“ ist Tag und Nacht zugänglich und wird laut Baumann stark genützt.
Die Kunstzelle ist der kleinste Ausstellungsraum im WUK. In wechselnden Ausstellungen nutzen Künstlerinnen und Künstler den vitrinenartigen Raum zur Entwicklung raumspezifischer Arbeiten. Zuletzt sorgte die „Zellendisco“ von Markus Wilfling für Aufsehen. Er baute die kleinste Diskothek der Stadt in die ehemalige Telefonzelle