Würden Sie Flüchtlinge bei sich aufnehmen?

Bild: Fritz Schaler
"Sieht man die schrecklichen Bilder aus Syrien im TV, dann muss man einfach helfen," sind sich Hilfswerk-Mitarbeiterin Michaela (54) und Gustav (76) Bergen aus Grafenwörth (Tulln) sicher, das Richtige getan zu haben.
"Sieht man die schrecklichen Bilder aus Syrien im TV, dann muss man einfach helfen," sind sich Hilfswerk-Mitarbeiterin Michaela (54) und Gustav (76) Bergen aus Grafenwörth (Tulln) sicher, das Richtige getan zu haben. Sie brachten einen syrischen Flüchtling privat bei sich unter. Würden Sie das auch tun?

Bereits zwei Wochen nach dem Entschluss, Flüchtlinge in ihrem Einfamilienhaus am Ortsrand aufzunehmen, zog der ehemalige Beamte des syrischen Außenministeriums und Englisch-Lehrer Sami (36) mit seiner hochschwangeren Ehefrau Sarah (21) und Sohn Isaac (18 Monate) bei Familie Bergen ein.

Der Syrer kann endlich ruhig schlafen: "Danke, wir werden hier so nett aufgenommen, Michaela kümmert sich liebevoll um Isaac." Davor war die Familie 14 Tage im . "Zwölf Personen drängten sich in einem Zimmer, Babys haben ständig geweint. Das WC und das Gemeinschaftsbad hatte keine Türen. Es war einfach schrecklich", erzählt Sami.

Bei den Bergens finden sie jetzt Ruhe, man kocht und isst gemeinsam. Im November kommt Tochter Michal auf die Welt. Auch in Oberösterreich haben Bürger bereits Flüchtlinge bei sich zu Hause untergebracht. Indes streiten die Länder um die Erfüllung der Asylquote und an jeder Ecke fehlt es an Quartieren.
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