Wurfattacke auf "heute.at"-Reporter bei rechtsextrem...

Der Marsch der rechtsextremen "Identitären" sowie die Gegendemos am Samstag in Wien erhitzt weiterhin die Gemüter. Sowohl den Linken als auch den Rechten und der Polizei wird vorgeworfen, zur Eskalation beigetragen zu haben. "heute.at"-Reporter und Kameramann Georg Hitsch berichtete vor Ort und wurde auch selbst zur Zielscheibe.

Der . "heute.at"-Reporter und Kameramann Georg Hitsch berichtete vor Ort und wurde auch selbst zur Zielscheibe. 

Bereits zu Beginn wollten Polizeibeamte Journalisten teilweise nicht zur Kundgebung der "Identitären" lassen, "zum Teil mit hanebüchenen Begründen, wie einer 'Wegweisung wegen Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung'", schildert unser Reporter.

Die Stimmung auf der Demo der Rechtsextremen war "von Anfang an eher gespannt". Einige Teilnehmer reagierten aggressiv auf Journalisten. Sprecher und "Identitären"-Chef Martin Sellner habe gezielt gegen einzelne Medien, wie etwa den ORF, Stimmung gemacht. Noch bevor der Marsch sich in Bewegung setzte, seien bereits angedroht worden.

Aggressionen gegen Medien

Nach Beginn seiner Video-Übertragung für "heute.at" wurde Hitsch von Ordnern der "Identitären" mehrmals auf seinen Presseausweis angesprochen: "Nachdem ich einen Ordner ignoriert habe, wurde ich von mehreren von ihnen umringt, gepackt, gegen meinen Willen festgehalten und erst, nachdem ich meinen Presseausweis hergezeigt habe, wieder in Ruhe gelassen."

Pfefferspray ohne Anlass

Die Polizei war "spätestens ab dem Richtungswechsel in Richtung Gürtel/Westbahnhof aggressiv, sowohl zu den Demonstranten als auch zu den Journalisten", kritisiert der Reporter. Zum "literweisen Versprühen von Pfefferspray" sei es gekommen, "ohne dass es einen für mich ersichtlichen, konkreten Anlass gab", berichtet Hitsch.

Er beobachtete auch, wie einige Beamten von ihrem Vorgesetzten wegen des wahllosen Pfefferspray-Einsatzes gemaßregelt und zurechtgewiesen wurden. "Ich selbst bin einmal in eine Pfefferspray-Wolke geraten und habe davon kurzzeitig schwer Luft bekommen", berichtet unser Reporter weiter.

Wurf- und Spritzattacken

Immer wieder wurde der Kameramann auch zur Zielscheibe für Wurfattacken. Er selbst wurden von Eiern und Tomaten am Kopf getroffen (siehe Video). Linke Gegendemonstranten sollen auch Pflastersteine und Glasflaschen geworfen haben. 

"Einer der Gegendemonstranten hat Heizöl aus einer 2-Liter-Colaflasche mit einer selbstgebastelten Spritzpistole auf die Demonstranten und Journalisten geschossen", schildert er weiter. "Das Zeug hat stark nach Diesel bzw. Heizöl gestunken. Obwohl klar war, wer es war, hat die Polizei nur die Flasche bzw. Spritzpistole konfisziert, der Gegendemonstrant konnte unbehelligt weggehen."

Keine Deeskalation

"Ich habe in Österreich schon einige Demos gesehen. Im Gegensatz zu früheren Demos hat die Polizei nicht auf Deeskalation gesetzt", berichtet Hitsch. Journalisten seien zudem mehrmals an ihrer Arbeit gehindert worden. "Mehrfach waren die Einheiten vor Ort offensichtlich 'führungslos', und kein Führungspersonal seitens der Polizei in Sichtweite anwesend."

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