Mit diesem Zellengenossen hat die Justiz gröbere Probleme: Mohamed S. (21) kam vorbestraft als Flüchtling aus Spanien (dort war er laut Papieren 26 Jahre alt), zerlegte in Wr. Neustadt und Wien drei Zellen und schlug einen Georgier brutal. Jetzt stand er in Wr. Neustadt vor Gericht.
Laut Anklage war es am 29. April in der Justizanstalt Wr. Neustadt zur Prügelei gekommen. Dabei soll der angeklagte Marokkaner einen Georgier das Nasenbein gebrochen und einen Trümmerbruch im Gesicht zugefügt haben – das Opfer erlitt schwerste Augenverletzungen, war lange beeinträchtigt im Sehvermögen. Nach dem Vorfall wurde der auffällige Schläger nach Wien verlegt, drehte aber auch dort durch und bedrohte im Juli einen Beamten. In Summe hatte Mohamed S. drei Zellen (zwei davon besonders gesicherte Hafträume) in Wr. Neustadt und Wien völlig demoliert.
Die Justiz war mit dem Angeklagten sehr gefordert, schickte ihn schließlich in die Justizanstalt nach Innsbruck weiter. Von dort kam er am Montag ins Gericht nach Wr. Neustadt – der Prozess wurde vertagt, weil wichtige Zeugen fehlten. Es gilt die Unschuldsvermutung.