In einem außergewöhnlich langen Instagram-Statement teilte der FIFA-Boss auf insgesamt 15 Seiten gegen Journalisten und Kritiker aus. Infantino warf ihnen vor, "Hass und falsche Gerüchte" zu verbreiten, anstatt die positiven Seiten der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zu würdigen.
"An diejenigen, die hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr euch versteckt, stehen wir bei der FIFA an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und sorgen dafür, dass die beste Show der Welt stattfindet", schrieb der 56-Jährige. Zudem betonte er: "Während ihr spaltet, vereinen wir."
Auch einen Rat hatte Infantino für seine Kritiker parat. Sie sollten "meditieren, beten oder ein Fußballspiel schauen", anstatt ihre Energie in Hass zu investieren.
Gleichzeitig verteidigte der FIFA-Präsident die umstrittenen Entscheidungen während des Turniers. Fehler bei Schiedsrichtern oder Disziplinarmaßnahmen gebe es schließlich auch in den größten Ligen der Welt.
Während der WM war die FIFA unter anderem wegen Visa-Problemen für Fans und Offizielle, hoher Ticketpreise sowie einzelner Disziplinarentscheidungen massiv kritisiert worden. Infantino wies die Vorwürfe jedoch entschieden zurück und sprach stattdessen von "100 Prozent Sicherheit, nur Freude und Glück". Außerdem stellte er klar: "Im Fußball geht es um Einheit, nicht um Spaltung. Fußball ist größer als Hass und Diskriminierung."