Wut über wüste Partys im Jugendgefängnis

Massiver Lärm der Insassen raubt den Einwohnern rund ums Gefängnis Gerasdorf den letzten Nerv. „Unzumutbar", sagt Anrainer Thomas Steidler.

Musik aus den geöffneten Fenstern, Partylärm und Geschrei der Insassen – Nachbarn der Justizanstalt Gerasdorf (Bezirk Neunkirchen) haben die Nase voll.

„Gerade in den vergangenen Sommermonaten war es extrem. Die Häftlinge schreien sich oft Worte über die geöffneten Fenster zu, Musik auf voller Lautstärke. Viele Anrainer trauen sich nicht an die Öffentlichkeit, weil sie Repressalien befürchten. Warum kann man nicht versperrbare Fenster in den Zellen installieren?", so Thomas Steidler.

Zurufe aus Fenster werden immer geahndet

Gerasdorf-Vize-Anstaltsleiter Thomas Binder auf "Heute"-Nachfrage: „Manchmal ist es laut und das Zurufen übers Fenster stellen wir immer, sofern möglich, ab. Wenn der Insasse einen Meter hinter dem Fenster steht und schreit, ist es schwierig für uns, den Häftling zu orten. Die Fenster versperren geht aus gesetzlichen Gründen nicht. Die Hafträume müssen ausreichend belüftet sein und Tageslicht haben."

Nationalrat und Sicherheits-Experte Christian Lausch (FP) kritisiert: „Häftlinge haben derzeit Narrenfreiheit, ein echter Kuschelvollzug, den wir hier in Österreich haben."

Für Thomas Steidler bleibt eine Hoffnung: Jetzt kommt der Winter, da sind die Fenster meistens geschlossen.

J.Lielacher

(Lie)

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