Erst die Kellner, dann die Busfahrer? Im Kaffeehaus ist der raue Ton längst so etwas wie ein inoffizielles Weltkulturerbe. Aber ein grantelnder Öffi-Lenker? Das freut keinen! Besonders nicht Leserreporter Max A. (Name geändert). Der fühlt sich auf der Linie 5B unfreundlich behandelt.
"Es kommt regelmäßig vor, dass einen die Buslenker dort richtig anschnauzen", berichtet der Fahrgast seinen Kummer. "Besonders schlimm war es am Mittwoch bei der Station Muthgasse."
"Mutter mit Baby eingezwängt"
Eine Mutter mit Kinderwagen sei am Hintereingang eingestiegen, da habe der Fahrer die Tür geschlossen und die Frau eingezwängt. "Das Baby hat natürlich sofort losgeheult. Aber als ich den Fahrer darauf angesprochen habe, wurde er aggressiv. 'Was willst Du? Soll ich aufstehen?', ging er auf mich los."
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"Heute" hat bei der Betreiberfirma Blaguss nachgefragt, diese stellte den Busfahrer zur Rede. Antwort: Die Tür habe vermutlich nicht richtig geschlossen, weswegen der Lenker den Mechanismus mehrmals aktivierte. Der 49-Jährige könne sich an keinen Streit mit Fahrgästen erinnern. Man habe ihn aber darauf hingewiesen, dass eine derartige Wortwahl nicht akzeptabel wäre. Der Mann sei bisher nicht negativ aufgefallen.
Grundsätzlich setze man auf städtischen Routen - die Linie 5B verbindet verbindet die Bezirke Döbling, Brigittenau und Leopoldstadt - nur erfahrene und gewissenhafte Busfahrer ein. (red)