Wutbürgerin lädt Kanzler Kern in ihr Geschäft ein!

Buchautorin Evelyne Kwas ("Ich bin das Volk", edition a,  19,95) wünscht sich ein Treffen mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).
Buchautorin Evelyne Kwas ("Ich bin das Volk", edition a, 19,95) wünscht sich ein Treffen mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).Bild: edition-a/Michael Appelt, Deniser Auer - Montage

Was sie sich holen will? Ein Treffen mit Christian Kern. "Es wäre großartig, wenn er kommen würde, um sich die Sorgen von uns normalen Leuten anzuhören", sagt Evelyne Kwas.

„Ich bin das Volk", poltert Evelyne Kwas in ihrem Buch, das morgen in den Handel gelangt. Die 55-jährige Niederösterreicherin will all jenen Menschen eine Stimme geben, denen wie ihr finanziell die Luft ausgegangen ist. „Es gibt keinen Mittelstand mehr", diagnostiziert Kwas. Sie selbst kann oft nicht einmal mehr einen kleinen Braunen im Kaffeehaus leisten. An einen Urlaub, größere Anschaffungen oder Einkäufe außerhalb eines Diskonters ist erst recht nicht zu denken.

"Politiker lassen uns im Stich"

Von den Politikern fühlt sich die frühere Filialleiterin verlassen. „Ich habe das Gefühl, dass sie trotz ihres unaufhörlichen Geschnatters noch nie so sprachlos waren wie heute. Sie wirken sowas von planlos", zürnt Kwas. „Die Herren Kern, Kurz und Strache kennen unsere Lebensrealitäten, Sorgen und Nöte gar nicht und wollen auch gar nicht wissen, wie es uns geht. Die sitzen in ihren schönen Büros, essen in Hauben-Restaurants und lassen uns im Stich", ärgert sich Kwas im Gespräch mit "Heute". Und schickt hinterher: "Früher war auch nicht alles gut in unserem Land, aber wir hatten immerhin die Hoffnung auf die Zukunft. Armut fühlt sich für jemanden, der auf dem Weg nach unten ist, ganz anders an als für jemanden, der auf dem Weg nach oben ist."

"Bedrückendes Leben mit 800 Euro"

Notgedrungen hat sie sich mit einem kleinen Geschäft in Neunkirchen (NÖ) selbstständig gemacht, wo sie Alltagshilfen für ältere Menschen verkauft. Genau dorthin lädt sie Kanzler Kern nun ein. „Es wäre großartig, wenn er kommen würde. Er soll einen Tag bei uns ‚einfachen Leuten' verbringen und mitbekommen, wie bedrückend und herausfordernd ein Leben mit 800 Euro im Monat ist", so Kwas.

„Wir brauchen keine Pizza austragenden Comedians und niemanden, der uns auseinander dividiert. Was wir brauchen ist jemand, der uns endlich wieder Hoffnung und eine Perspektive gibt", sagt Kwas. Laut "Heute"-Infos ist der Verleger, in dessen Haus Kwas' Buch ("Ich bin das Volk, 144 Seiten, € 19,95) morgen erscheint, bereits mit dem Team des Kanzlers in Kontakt.

"Kern wird wohl nicht kommen"

Evelyne Kwas hat keine große Hoffnung, Christian Kern oder einen anderen Spitzenpolitiker zu treffen: "Ich glaube, sie wollen unsere Lebensrealität gar nicht kennen. Sie wollen uns gar nicht sehen und sie wollen uns auch nicht hören." Deshalb schreibt sie nun auch einen Brief. Adressiert an das Kanzleramt am Ballhausplatz.

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