WWW for sale: Wer will das Internet kaufen?

Der Erfinder des World Wide Web will den Quellcode für seine Erfindung als NFT versteigern. Es wird erwartet, dass dafür große Summen bezahlt werden.

Das Internet – genauer gesagt das World Wide Web (WWW) – wurde 1989 von Tim Berners-Lee erfunden. Trotz der großen Reichweite und des Potenzials dieser neuen Technologie sah der Physiker und Informatiker stets davon ab, aus seiner Erfindung Profit zu schlagen. Tatsächlich hat das Cern, für welches Berners-Lee zu jener Zeit arbeitete, im Jahr 1993 alle Rechte am Web aufgegeben und es als öffentliches Eigentum erklärt – bis jetzt.

Nun hat Berners-Lee angekündigt, den originalen Code für die Erschaffung des modernen Internets als NFT versteigern zu wollen. In diesem NFT enthalten sein sollen laut der BBC die originalen Dateien des Quellcodes des WWW mit Zeitstempel, eine animierte Visualisierung dieses Codes, ein Brief von Berners-Lee, der den Prozess der Erschaffung des Internets beschreibt und ein digitales Poster, das ebenfalls den Code für das WWW zeigt.

Was sind nochmals NFT?

NFT bedeutet so viel wie "nicht austauschbare Token". Zu verstehen sind sie ähnlich wie Kryptowährungen wie Bitcoin, da sie auf einer Blockchain basieren, bei welcher jede Transaktion genauestens gespeichert wird. Wer NFTs kaufen möchte, kann damit aber nicht nur einen abstrakten Block in einer Reihe an digitalen Blöcken kaufen, sondern einen Vermögenswert, der das Eigentumsrecht an einem bestimmten digitalen Objekt repräsentiert. Wer ein solches Token kauft, sichert sich also das Eigentumsrecht auf eine bestimmte digitale Datei.

Durchgeführt wird die Versteigerung des WWW-NFTs vom Auktionshaus Sotheby’s bis zum 30. Juni. Die Versteigerung beginnt bei 1.000 Dollar, es wird aber erwartet, dass das NFT am Ende für eine sehr hohe Summe weg geht. Laut dem Auktionshaus will Berners-Lee den Erlös aus der Versteigerung für gute Zwecke spenden.

NFTs in Thailand verboten

Die Börsenaufsicht in Thailand hat den Handel mit gewissen Kryptowährungen kürzlich untersagt. Dazu gehören Coins, die "keinen klaren Zweck oder Substanz" haben und daher starken Schwankungen ausgesetzt sind. Dazu gehören beispielsweise Meme-Coins wie Dogecoin. Damit aber nicht genug. In Thailand wurden auch NFTs, Utility Tokens und Social Tokens verboten.

Damit gemeint sind beispielsweise Coins, die von Influencerinnen und Influencern an ihre Fans verkauft werden, die daraufhin gegen Merchandise oder andere Dienstleistungen wie private Video-Chats oder Clips ausgetauscht werden können. Grund für die Sperrung sei der Schutz der Händlerinnen und Händler.

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