Xiaomi 12S Ultra im Hands-on – Handy mit Giga-Kamera

Riesige Kamera, gewaltige Ausstattung: Das Xiaomi 12S Ultra im "Heute"-Hands-on.
Riesige Kamera, gewaltige Ausstattung: Das Xiaomi 12S Ultra im "Heute"-Hands-on.Heute
Hierzulande wird das Xiaomi 12S Ultra vorerst nicht erscheinen. "Heute" gelang es aber dennoch, das Smartphone für einige Stunden testen zu können.

Mit dem Xiaomi 12S Ultra hat das Unternehmen ein Smartphone geschaffen, dessen Kamera so gut wie alle Mitbewerber in den Schatten stellt. Und das nicht nur dank der neuen Zusammenarbeit mit dem Kamera-Spezialisten Leica. Die technischen Daten lesen sich beeindruckend: 50,3 Megapixel (MP) Weitwinkel mit optischer Bildstabilisierung, 48 MP Telefoto mit 5fachem optischen Zoom, 48 MP Ultraweitwinkel und ein extra Tiefensensor. Bitter für heimische Interessierte: Zumindest vorerst wird es das Smartphone nicht bis nach Österreich schaffen. Videos gibt es bis zu 8K bei 24 Bildern pro Sekunde.

Im Hands-on beeindruckt aber nicht nur die Kamera. Schon das Aussehen macht das Smartphone unverwechselbar. Das Kameramodul ist gigantisch groß und rund ausgefallen, thront zudem in einem quadratischen Bereich, der rund ein Drittel der Rückseite des Smartphones einnimmt. Daneben gibt es statt Glas oder Kunststoff edel wirkendes Kunstleder auf der Rückseite, das sich angenehm anfühlt und das Problem von Fingerabdrücken und Schlieren ausräumt. Auf der Vorderseite fällt ein Punchhole oben mittig für die Selfie-Kamera auf. Die knipst übrigens mit 32 MP ebenso beeindruckende Bilder.

Starkes Innenleben, aber die Kamera ist der Star

Bei der "Innenausstattung" geht es mit Flaggschiff-Werten weiter, wobei sich die Technik ebenso beinahe ident im Schwester-Modell Xiaomi 12 Pro findet. Es arbeiten ein Snapdragon 8 Gen 1 mit je nach Modell acht oder zwölf Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zusammen, dazu kommen noch IP68-Schutz, 256 oder 512 GB interner Speicher, 6,73 Zoll OLED-Display (3.200 x 1.440 Pixel und mit 1.500 Nits sehr hell) inklusive Schutz durch Corning Gorilla Glass Victus und Harman-Kardon-Lautsprechern sowie ein 4.860 Milliamperstunden Akku, der mit 67 Watt schnellgeladen werden kann.

Auch Bluetooth 5.2, Wifi 6E und 5G gibt es. Als Betriebssystem kommt das auf Android 12 basierende MIUI 13 zum Einsatz. Das Hands-on zeigt schnell: Egal ob hochauflösende Videos, anspruchsvolle Mobile Games oder aufwändige Bildbearbeitung, das Smartphone kommt nie ins Straucheln und verfügt über genug Power für alle Aufgaben. Der Akku hält selbst bei Vielnutzern 1,5 Tage durch, selbst wenn das Display auf maximale Helligkeit gestellt und die Bildwiederholrate auf 120 Hertz hinaufgeregelt wird. Klar ist aber dennoch: Der wahre Star des Smartphones ist die verbaute Kamera.

Die fast perfekte Kamera in einem Smartphone

Egal ob bei Tag oder Nacht, das Smartphone knipst knackig scharfe Bilder mit natürlichen Farben und ohne das Bild per Künstlicher Intelligenz allzu sehr zu verfälschen. Besonders beeindruckend: Ist es in einem Zimmer so dunkel, dass alles für das menschliche Auge vollkommen schwarz erscheint, gibt es noch immer brauchbare und nicht allzu verschwommene Bilder, die die Möbel und Gegenstände zeigen. Bei anderen Smartphones gibt es da nur noch komplettes Schwarz auf den Fotos zu sehen. Grandios sind übrigens auch die Zoom-Fähigkeiten des Modells, selbst bei über zehnfacher Vergrößerung.

Bildrauschen kommt so gut wie gar nicht vor, Bilder zeigen einen grandiosen Dynamikumfang und eine fast perfekte Ausleuchtung. Ebenfalls auffällig: Das Smartphone löst weit schneller als Konkurrenten aus und schießt auch etwa bei Nachtaufnahmen Fotos sofort ohne zusätzliche Bearbeitungszeit. Einziges entdecktes Mini-Manko im Hands-on, das aber beinahe gar nicht auffällt: In der Nacht geraten Fotos mit automatischen Einstellungen manchmal eine Spur zu blass. Und: Ultraweitwinkel und Tele knipsen zwar auch gute Aufnahmen, kommen aber nicht an die atemberaubende Hauptlinse heran.

Ein wirklich extrem starkes Foto-Smartphone

Die ausgezeichnete Kameraleistung wird noch zusätzlich durch die Software verstärkt. So dürfen Nutzer aus den beiden Kameramodi "Leica Authentic" und "Leica Vibrant" wählen oder aber auch verschiedene Kamera-Filter und -Modi sowie Brennweiten außerhalb der Kamera-App direkt über Widgets aufrufen. Ebenso wie Dutzende Voreinstellungen lassen sich die geknipsten Fotos auch im Nachhinein mit vielen Tools und Funktionen bearbeiten. Foto-Fans kommen mit dem Smartphone jedenfalls voll auf ihre Kosten – müssen es aber selbst importieren, da es Österreich vorerst fern bleibt.

Xiaomi ist mit dem 12S Ultra das Smartphone der nächsten Generation gelungen und das Smartphone zeigt vor, welche Fortschritte weiter bei Smartphone-Kameras möglich sind. Vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen, in der Nacht und mit Zoom trumpft das Modell mächtig auf. Aber auch abseits der Kamera ist das Gerät ein pures Flaggschiff mit starker Ausstattung, tollem Display und jeder Menge Highend-Funktionen. Schade ist da nur, dass das Xiaomi 12S Ultra nicht auf absehbare Zeit in den heimischen Handel kommen wird. Der Preis liegt laut dem Hersteller übrigens bei rund 1.100 Euro.

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