Ybbstalbahn: Ende naht

Das Schicksal der Linie scheint besiegelt: Zwar hatte die Ybbstalbahn Entwicklungsgenossenschaft gemeinsam mit einem deutschen Bahnbetreiber ein Übernahmeangebot gelegt. Landesrat Johann Heuras hat es jetzt aber als absurd zurückgewiesen: Ich kann keinem Steuerzahler in die Augen blicken, wenn ich das annehme.

Man habe das Angebot sorgfältig geprüft, es sei aber 2,7 Millionen Euro teurer als das Buskonzept des Landes. Zudem hätte das Land 44 Millionen Euro zahlen sollen - absurd nennt das Heuras.
Das war zu erwarten, ist Peter Haibach von der Initiative probahn zwar nicht überrascht, aber nichtsdestotrotz verärgert. Das Land habe erst gar nicht ernsthaft verhandeln wollen, lautet der Vorwurf. Es schneide sich mit dieser Entscheidung, die auch für den Tourismus schlecht sei, selbst ins Fleisch. Die Hauptschuld trage Verkehrsministerin Doris Bures, die die Bahn leichtfertig aus der Hand gegeben habe.
Im Mostviertel entsteht indes ein neues Bussystem für Ybbs- und Erlauftal, geplanter Start: September. Die Ybbstalbahn-Befürworter wollen sich aber nicht geschlagen geben, sie kündigen eine Überraschung an. Details verriet Haibach nicht.Emanuel Lampert

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