Zahl der Asylanträge im ersten Halbjahr 2020 gesunken

Schon seit 2017 ist an den Grenzen nicht mehr allzu viel los. Hier am Brenner in Tirol.
Schon seit 2017 ist an den Grenzen nicht mehr allzu viel los. Hier am Brenner in Tirol.picture desk
Natürlich ist die Corona-Pandemie eine der Hauptursachen, dass die Asylanträge in Österreich so gering ausfielen.

Insgesamt ist die Zahl der Asylanträge im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich zurückgegangen. Fast das gesamte erste Halbjahr 2020 war die Zahl rückläufig, erst im Juni ist diese erstmals wieder gestiegen. Insgesamt wurden laut Innenministerium in den sechs Monaten 5.424 Anträge gestellt – 2019 waren es noch 6.030. Rund 60 Prozent der Anträge 2020 waren positiv.

Aufgrund des Lockdowns kam es im April dabei zu einem historischen Tiefwert. Nur 338 Anträge wurden im gesamten Monat eingereicht, so wenige wie in noch keinem Monat in diesem Jahrtausend. Neben den 3.345 positiven Asylbescheiden gab es außerdem 1.018 Erteilungen für subsidiären Schutz sowie 900 humanitäre Aufenthaltstitel. Bei der Herkunft hat sich wenig verändert: Platz 1 sind immer noch Personen aus Syrien (1.687), Afghanistan liegt mit 600 Anträgen weniger auf Platz 2.

FPÖ fordert Aussetzung des Asylrechts

Die 1.036 Asylanträge im Juni 2020 (25 mehr als im Juni 2019) versetzen Herbert Kickl (FPÖ) in Alarmbereitschaft: "Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass der angebliche De-facto-Asylstopp von ÖVP-Innenminister Nehammer eine Mogelpackung ist.“  Er fordert deswegen ein Aussetzen des Asylrechts und "echten Grenzschutz", kritisiert die Überwachung der Bevölkerung durch die Rotkreuz-App und bezeichnet das Krisenmanagement der Regierung als "Coronawahnsinn", der wiedergutgemacht gehört. "Denn das Letzte, was die Österreicher jetzt brauchen, ist eine zweite Coronawelle, die durch die illegale Migration nach Österreich hereinschwappt“, betonte Kickl.

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