Im 4. Quartal 2010 waren in Österreich 4.133.800 Personen erwerbstätig und 176.100 arbeitslos, die Zahl der Erwerbstätigen stieg deutlich an (+44.900). Damit setzte sich die positive Beschäftigungsentwicklung, die schon im 3. Quartal 2010 (+28.100) erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise ein Beschäftigungsplus brachte, im Vergleich zum Vorjahresquartal fort.
Mit einem Plus von insgesamt 18.800 Erwerbstätigen (2010: 4.096.400) und einem Minus von 16.200 Arbeitslosen (2010: 188.200) gegenüber 2009 verbesserte sich im Jahr 2010 die Lage am Arbeitsmarkt.
Dienstleistungsberufe gefragt
Gleichzeitig mit der positiven Entwicklung der Arbeitslosenzahlen stieg auch die Zahl der offenen Stellen im Jahr 2010 um 16.400 an und betrug nunmehr 69.100 (2009: 52.700).
Die gefragtesten Berufe waren Dienstleistungsberufe sowie Verkäuferin und Verkäufer in Geschäften (26 % aller offenen Stellen), aber auch Technikerin und Techniker (20 %) und Handwerkerin sowie Handwerker (15 %). Hilfsarbeitskräfte machten 12 % aller offenen Stellen aus. Bei 41 % der angebotenen Stellen war aus Sicht der Unternehmen keine schulische Mindestqualifikation erforderlich, bei 17 % die Matura oder ein darüber hinausgehender Abschluss.
Das Bruttoeinkommen
Das voraussichtliche Bruttoeinkommen lag bei 55 % der offenen Stellen unter 1700 Euro und bei 23 % zwischen 1700 und 2400 Euro. Bei 14 % der Stellen handelte es sich um Teilzeitbeschäftigung bzw. bei 3 % um eine geringfügige Beschäftigung. Jede zehnte ausgeschriebene Stelle war eine Saisonarbeitsstelle. Bei immerhin 19 % der offenen Stellen war man dauerhaft auf der Suche nach Arbeitskräften.