Zahl der gefälschten Euro-Münzen gestiegen

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Die Zahl der gefälschten Euro-Münzen ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent gegenüber 2011 gestiegen. Wie die EU-Kommission am Montag mitteilte, habe es eine Erhöhung der Falschmünzen von 157.000 auf 184.000 gegeben.

Da sich zurzeit 16,5 Milliarden echte Euro-Münzen im Umlauf befinden, kommt auf 100.000 echte Münzen eine Fälschung. Mit einem Anteil von fast zwei Dritteln aller entdeckten Euro-Falschmünzen wird die Zwei-Euro-Münze nach wie vor mit Abstand am häufigsten gefälscht.

Nach Angaben der für den Fälschungsschutz der Euro-Banknoten zuständigen Europäischen Zentralbank wurden im Jahr 2012 zudem 531.000 Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Die Kommission spricht sich für eine Verschärfung der geltenden Strafrechtsbestimmungen aus, die aber in den Euro-Staaten nach wie vor uneinheitlich geregelt seien. Es gehe darum, die Verhütung, die Untersuchung und die Ahndung von Euro-Fälschungsdelikten in der gesamten EU zu verbessern.

Bereits Anfang Februar hatte die Brüsseler Behörde ein schärferes Vorgehen gegen Geldfälscher und europaweite Mindeststrafen gefordert. Wer "Blüten" im Wert von mehr als 10.000 Euro herstellt, dem sollen nach einem Entwurf der Kommission mindestens sechs Monate Haft in allen 27 EU-Ländern drohen. Bereits ab 5.000 Euro Geldwert müssten die Euro-Fälscher in Haft, eine Geldstrafe soll dann nicht mehr genügen.

Die Höchststrafe ist EU-weit bereits vereinheitlich und beträgt mindestens acht Jahre. Die Mindeststrafen für Geldfälschung seien in Europa ganz verschieden. Während einige Länder (etwa Irland und die Niederlande) nur Geldbußen vorschreiben, drohen in anderen - wie Griechenland und Luxemburg - mindestens zehn Jahre Gefängnis. Auch in Österreich sind die Strafen im EU-Vergleich sehr hoch, Geldfälscher müssen mit einer Freiheitsstrafe zwischen einem und zehn Jahren rechnen.

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