Die Omikronwelle rollt weiter ungebremst durchs Land. Gestern wurden in Wien 7.300 Neuinfektionen verzeichnet, österreichweit waren es wieder über 38.000 neue Fälle. Das macht sich auch in den Schulen bemerkbar. Mit Stand Freitag wurden in den insgesamt 622 Wiener Schulen 5.708 positive Fälle bestätigt. Mit 5.266 Infektionen entfällt der Großteil auf die Schüler, umgerechnet auf die insgesamt 250.000 Wiener Schüler sind also derzeit 2,11 Prozent an Corona erkrankt. Im Vergleich zur Vorwoche ergibt das einen deutlichen Anstieg von 659 Neuinfektionen.
Ebenfalls zu den Corona-Positiven zählt, auch Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos). Er sieht in den Schulen eine Parallele zum allgemeinen Infektionsgeschehen. "Die diese Woche an den Wiener Schulstandorten erhobenen Infektionszahlen von Schülerinnen und Schülern und Schulpersonal zeigen eine Steigerung der positiv auf das Coronavirus getesteten Schülerinnen und Schüler und des Schulpersonals, wie wir diese auch in der Gesamtbevölkerung beobachten. Wir werden weiterhin alles Erdenkliche tun, um einen gesicherten Schulalltag an den Wiener Schulen gewährleisten zu können".
Eine Forderung nach Beibehaltung der regelmäßigen PCR-Tests in den Klassen stellt er aber nicht. Auf „Heute“-Anfrage hieß es aus dem Büro Wiederkehr, dass angesichts des Infektionsgeschehens zwar "hilfreich" sei weiterzutesten. Eine Verschärfung in den Schulen lehnt man aber ab. "Man kann über die Maßnahmen in den Schulen diskutieren, wenn es um Gesamtmaßnahmen geht", heißt es gegenüber "Heute". Man verwehrt sich aber dagegen, nur die Schulen herauszupicken.