Sanitätsdirektorin warnt vor Corona-Partys in NÖ

Corona-Party auf.
Corona-Party auf.istock/ Symbolbild
Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner ist verärgert: Mehrere Personen aus NÖ sollen versucht haben, sich absichtlich mit dem Virus anzustecken. 

"Warum spielen einige Leute absichtlich mit ihrem Leben", fragt sich Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner. Grund für ihre Verärgerung: In den letzten Tagen gab es auch in Niederösterreich Meldungen über angebliche Corona-Partys. „Diese Meldungen haben für tiefe Besorgnis und Betroffenheit gesorgt“, sagt Lechner.

"Warum spielen Menschen absichtlich mit ihrem Leben?"
Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner appelliert: "Infizieren sie sich nicht freiwillig mit Corona."
Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner appelliert: "Infizieren sie sich nicht freiwillig mit Corona."Dr. Anton Heinzl

Impfung wirkt nachweisbar

„Dass sich Menschen mutwillig mit dem Coronavirus infizieren wollen, um so einer Impfpflicht zu entgehen, ist nur schwer begreifbar“, ist Lechner entsetzt. Als Ärztin stellt sie sich die Frage, wo und wann die Medizin ihre Glaubwürdigkeit bei diesen Personen verloren hat.  "Seriöse Wissenschaftler auf der ganzen Welt haben die Wirksamkeit der bei uns zugelassenen Corona-Impfungen bestätigt. Unzählige Studien und die milliardenfache Anwendung der Impfstoffe haben auch die Verträglichkeit bestätigt. Es ist einwandfrei nachgewiesen, dass das Risiko einer Corona-Infektion mit schwerem Verlauf um ein Vielfaches höher ist als schwere Nebenwirkungen der Impfung. Das sind die Fakten“, zeigt sich Lechner erschüttert.

"Infizierte sollen in Quarantäne bleiben"

Die Landessanitätsdirektorin appelliert daher eindringlich: „Schützen Sie sich und Ihre Liebsten durch die Impfung vor einer Corona-Infektion. Die Infektion kann zu schweren Erkrankungen mit Langzeitfolgen und unter Umständen auch zum Tod führen. Wenn Sie selbst infiziert sind, bleiben Sie in Quarantäne und stecken Sie nicht absichtlich andere an. Abgesehen von dem menschlichen Leid, das sie dabei auslösen können, kann das auch strafrechtliche Konsequenzen haben.“

"Den Ärzten vertrauen"

In dieser Pandemie gebe es viele Ängste und Sorgen, und viele mussten auch persönliches Leid erfahren, so Lechner abschließend: „Wenden Sie sich an den Arzt ihres Vertrauens, wenn Sie Fragen haben. Dort erhalten Sie seriöse Information und Hilfe. Aber bringen Sie sich nicht selbst oder andere mutwillig in Gefahr!“

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