Österreich

Zahlreiche Unfälle auf winterlichen Straßen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:45

Der Winter hat Österreich spät, aber doch fest im Griff. Schneebedeckte und eisglatte Straßen haben in mehreren Bundesländern zu schweren Unfällen, teilweise mit Verletzten, geführt. In Oberösterreich landete ein Wagen in einem Bach, der Lenker konnte sich selbst aus dem sinkenden Auto befreien.

Niederösterreich: Straßen eisig

In Teilen des Mostviertels waren die Straßen stark vereist, vor allem im Raum Randegg, Gresten und Gaming herrschte laut ÖAMTC Glatteis. Und wo es nicht eisig war, sorgte Schnee auf der Fahrbahn für schwere Unfälle.

In Gänserndorf wurde eine 18-Jährige am Sonntagmorgen bei einem Überschlag auf der L2 bei Raasdorf in Richtung Wien verletzt. Das Auto kam auf dem Dach zu liegen und wurde erheblich beschädigt. Ebenfalls zeitig am Morgen kam ein Lenker zwischen Hafnerberg und Nöstach von der verschneiten Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Der Fahrer blieb unverletzt.

Um 9.35 Uhr wurde die Feuerwehr Pressbraum wegen eines Unfalls auf der Westautobahn alarmiert. Ein Auto war gegen die Böschung geprallt. Die Lenkerin wurde ins Krankenhaus gebracht, das Fahrzeug wurde mit Hilfe eines Krans geborgen. In Peisching verlor eine Lenkerin zwischen 11 und 12 Uhr die Kontrolle über ihr Auto und prallte gegen einen Baum. Die Fahrerin war glücklicherweise nicht eingeklemmt, sie wurde ins Landesklinikum Neunkirchen gebracht.

OÖ: Auto in Linz landete in Bach

In Linz hatte ein Lenker besonderes Glück: Es gelang ihm, sich aus seinem Auto zu retten, als es in einem Bach versank. Der 21-Jährige war gegen 21.25 Uhr in der Lunzerstraße auf dem Weg zu seinem Vater, um ihn von der Arbeit abzuholen. Sein Auto geriet ins Schleudern, brach nach rechts aus und rutschte über eine Böschung in den Mühlbach, wo es zur Gänze unterging.

Der Lenker verließ den Wagen durch die Fahrertür und kletterte völlig durchnässt die Böschung hinauf. Ein weiterer Unfalllenker (24), der seinen Wagen nur wenige Meter davon entfernt gegen einen Lichtmast gesetzt hatte, sah den 21-Jährigen und alarmierte die Einsatzkräfte. Helfer vom Roten Kreuz versorgten den durchnässten, aber unverletzten Lenker.

Auch in den Bezirken Eferding, Schärding und Rohrbach gerieten Pkw-Lenker im Schneetreiben und bei Schneeglätte auf die linke Fahrbahnseite und kollidierten dort mit dem Gegenverkehr. In allen drei Fällen wurde jeweils eine Frau verletzt. Auf der Welser Autobahn (A25) waren Samstagabend im Gemeindegebiet Weißkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) mehrere Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. Die Autobahn war danach eine Stunde lang nur einspurig befahrbar.

Die meisten gröberen Behinderungen in Kärnten

Auch in Kärnten wurden mehrere Crashs gemeldet. So geriet etwa am Samstagabend im Gailtal ein 31-jähriger Klagenfurter mit seinem Kastenwagen während eines Überholmanövers ins Rutschen und Schleudern. Er prallte gegen einen entgegenkommenden Pkw. Der Lenker, ein 47-jähriger Slowene, und dessen 17-jähriger Sohn wurden ebenso wie der Klagenfurter verletzt und in das Landeskrankenhaus Villach gebracht.

In Kärnten wurde für viele Verbindungen eine allgemeine Kettenpflicht ausgesprochen, etwa für die Nassfeld Straße (B 90), die Loiblpass Straße (B 91) und die Katschbergstraße (B 99) ab St. Michael im Lungau. Sie gilt auch auf der Weißensee Straße (B 87) zwischen Weißbriach und Greifenburg, auf der B 82 der Seeberg Straße zwischen Bad Vellach und dem Seebergsattel. Außerdem herrscht Kettenpflicht auf der Turracher Straße (B 95) zwischen Ebene Reichenau und der Turracher Höhe und auf der Plöckenpass Straße (B 110) ab Mauthen.

Tirol: Sträucher verhinderten Autosturz in den Inn

Im Tiroler Zirl überschlug sich in der Früh ein Auto, eine Person wurde eingeklemmt. In Nauders kam ein mit drei Männern besetzter Pkw von der Straße ab und überschlug sich. Sträucher verhinderten den Sturz in den Inn. Das Trio konnte sich selbst befreien.

In Tirol ist am Sonntag "gebietsweise erhebliche Lawinengefahr" erreicht worden. Auf der fünfteiligen Gefahrenskala bedeutete dies Wert "3", so die Experten des Landes. Gefahrenstellen lagen vor allem in Triebschneehängen aller Expositionen oberhalb von etwa 1.800 Metern.

Spektakuläre Abstürze in Salzburg

In Salzburg ereignete sich zum Teil spektakuläre Unfälle. Am Vormittag stürzte ein Geländewagen in Großarl 200 Meter von einem Güterweg ab. Der Lenker wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Spital gebracht. In Neunkirchen am Großvenediger schlitterte um 11 Uhr ein Wagen 50 Meter über einen Hang, der Lenker blieb unverletzt. Am Nachmittag stürzte ein Wagen auf der Dientner Landesstraße zwischen Lend und Dienten in den Bach.

Lkw blieben auf steirischer Pack hängen

In der Steiermark hat der Schneefall am Sonntag nur vereinzelt zu Verkehrsbehinderungen geführt, betroffen waren Lkw auf der Pack. Auf der Südautobahn blieben zwischen Steinberg und Modriach einige Schwerfahrzeuge hängen. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Klagenfurt einige Zeit gesperrt bleiben, teilte der ÖAMTC mit. Für Schwerfahrzeuge gab es auf einigen Landstraßen Kettenpflicht, so unter anderem am Niederalpl oder dem Feistritzsattel.

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