Österreich

Zahlreiche Verletzte bei Skiunfällen am Arlberg

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:09

Auf Vorarlbergs Skipisten ereigneten sich am Wochenende gleich mehrere Unfälle. Im Skigebiet Warth verletzte sich am Samstag eine Skifahrerin schwer. Ebenfalls schwer verletzt wurde am Sonntag ein Mann im Skigebiet Lech.

Am Samstag war eine 31-jährige Skifahrerin im freien Gelände im Bereich Karhorn im Skigebiet Warth gestürzt und verletzte sich dabei schwer. Am selben Tag kam es in Warth zu zwei Skikollisionen, bei denen die Beteiligten jeweils unbestimmten Grades verletzt wurden.

Zwei Unfälle ereigneten sich am Samstag in Lech. Auch hier kollidierten je zwei Skifahrer und zogen sich Verletzungen unbestimmten Grades zu: Am Sonntag gegen 11.00 Uhr kam ein 54-jähriger Mann auf der Skiroute 65 in Lech zu Sturz und verletzte sich dabei schwer. Er musste mit dem Notarzt ins Landeskrankenhaus Bludenz gebracht werden.

Gegen 10.30 Uhr waren im Skigebiet Sonnenkopf zwei Skifahrer zusammengestoßen. Einer der beiden wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins LKH Bludenz transportiert.

Lawinengefahr verschärft

Die Lawinengefahr hat sich in Tirol nochmals verschärft. Gebietswiese herrschte am Montag Stufe "4" der fünfteiligen Gefahrenskala, teilten die Experten mit. Dafür sei die Kombination aus "arktisch tiefen Temperaturen, lockerem Neuschnee und stürmischem Wind" verantwortlich.

Fast alle Skifahrer überschätzen sich

Etwa 95 Prozent der Skifahrer und Snowboarder fahren über ihre Verhältnisse. Mit dieser Zahl geht der Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung Peter Veider an die Öffentlichkeit. Die Gründe dafür sieht er in den modernen Ski und Pisten, die wie Autobahnen seien.

Zu den Ursachen sagt Veider, zum einen hätten sich die Skier geändert. Mit den alten, langen und nicht taillierten Skiern sei es nicht so leicht gewesen, schnell zu fahren. Zum anderen seien die Pisten wie Autobahnen. Aber auch auf einer Autobahn müsse man weitsichtiger fahren.

Man müsse einen gewissen Weg zum Bremsen einplanen. 95 Prozent der Leute fahren über ihre Verhältnisse, „das heißt, wenn der irgendwo unerwartet stehen bleiben müsste, dann baut er einen riesigen Crash. Bis der steht, ist er hundert Meter weiter unten.“ Irdend wann müsste man so etwas wie verkehrsberuhigte Zonen einführen, dass man nicht alles bretteleben macht.

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