Zahnarzt soll Jugendliche mit Drogen versorgt haben

Das Urteil fiel am Landesgericht Linz.
Das Urteil fiel am Landesgericht Linz.Bild: justiz.gv.at
Ein Linzer Zahnarzt soll Jugendliche mit Drogen versorgt haben, stand deswegen heute vor Gericht. Das Urteil: 5 Monate bedingt, nicht rechtskräftig.

Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften im Zeitraum von zumindest August 2020 bis Mitte Februar 2021 in Linz, lautete die Anklage gegen einen Linzer Zahnarzt am Montag vor dem Landesgericht in Linz.

Konkret soll der Mediziner Jugendlichen Cannabis, Ecstasy-Tabletten und Kokain zum gemeinsamen Konsum überlassen haben. Sogar von regelrechten Drogenpartys war die Rede gewesen. Drei Mädchen (14, 16 und 17) habe er laut Staatsanwaltschaft in seiner eigenen Wohnung mit Drogen versorgt.

Die Polizei konnte in seiner Wohnung Tabletten sicherstellen. Der Verteidiger des Zahnarztes sprach indes von einer Intrige. Der Mediziner schwieg bislang zu den Vorwürfen, wurde aber von den Jugendlichen belastet.

Aus Ermittlerkreisen war zu hören, dass die Polizei dem mutmaßlichen Drogenlieferant durch einen Mann aus Gmunden auf die Schliche gekommen war. Dieser habe bei einer Festnahme ausgesagt, er habe eine Zahnreparatur bei einem Linzer Zahnarzt in Form von Ecstasy bezahlt. Er soll dafür 30 Gramm Ecstasy erhalten haben.

Dem Mediziner drohten im Falle einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft. Das Gericht verurteilte den Linzer zu 5 Monate bedingter Freiheitsstrafe mit einer Probezeit auf 3 Jahre. Zudem erhielt er eine Geldstrafe, konkret 120 Tagessätze zu 25 Euro, also insgesamt 3.000 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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