Österreich

Zank um Hundegesetz

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:50

Am Donnerstag soll im Landtag das neue Hunde-Gesetz beschlossen werden. Während die Volkspartei die Beschränkungen als großen Wurf feiert, läuft die Opposition Sturm gegen den Antrag. Der Entwurf sei unausgereift, eine Pleite vor dem Verfassungsgerichtshof drohe. Grüne und SPÖ verlangen eine Überarbeitung.

Für Hundehalter soll sich einiges ändern in Niederösterreich. So können Gemeinden demnächst ein Hundehalteverbot aussprechen, wenn der Besitzer den sicheren Umgang mit dem Hund nicht gewährleisten kann. Und: Wird nach einem Hundebiss ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, kann die Bezirkshauptmannschaft das Tier im Bedarfsfall aus Sicherheitsgründen beschlagnahmen.

Besonders betroffen werden Besitzer der sogenannten Risikorassen Bullterrier, Bandogs, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Pit-Bulls und Dogo Argentinos sein. Sie benötigen künftig einen Hundeführerschein, pro Haushalt dürfen nur noch zwei Tiere gehalten werden.

Die SPÖ bezeichnet den Gesetzesentwurf als unausgereift und unzumutbar. Auch die Grünen laufen gegen den Plan Sturm. Sie fordern eine Aufschiebung und die Zuziehung von Experten. Argument: In der Steiermark wurde ein strenges Hundehalte-Gesetz vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben.
Oswald Hicker

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