Die spanische Modekette Zara hat ein Halloween-Kinderkostüm nach heftiger Kritik aus dem Verkauf genommen.
Das Kostüm bestand aus einer Jacke und einer Hose mit blauen und weißen Längsstreifen, die in einem abgetragenen Look gestaltet waren. Auffällige Aufdrucke erinnerten an Stacheldraht, während Aufnäher an den Ärmeln wie Häftlingsnummern wirkten.
Kritiker sahen in dem Design starke Parallelen zur Kleidung von KZ-Häftlingen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der israelische Journalist Dov Gil-Har schrieb auf der Plattform X: "Die spanische Modekette Zara entsetzt ihre Kunden in Europa mit einer weiteren ihrer albtraumhaften Ideen – einem Kostüm im Stil der nationalsozialistischen Konzentrationslager."
Wie "l'essentiel" berichtet, ist das umstrittene Kostüm mittlerweile weder online noch in den Filialen erhältlich.
Zara teilte auf Anfrage mit: "Zara Home bedauert jedes Missverständnis, das dieses Halloween-Bräutigam-Kinderkostüm verursacht haben könnte. Es ist weder in unseren Filialen noch online weiterhin erhältlich." Warum die Ähnlichkeiten zur KZ-Kleidung bei internen Kontrollen nicht auffielen, ließ das Unternehmen unbeantwortet.
Es ist nicht das erste Mal, dass Zara mit Produkten für Aufsehen sorgt, die mit dem Nationalsozialismus in Zusammenhang gebracht werden. 2014 zog das Unternehmen ein blau-weiß gestreiftes Kinderhemd mit einem gelben sechszackigen Stern zurück, der an den sogenannten Judenstern erinnerte. Bereits 2007 war eine Stofftasche mit Hakenkreuzmustern in den Filialen aufgetaucht.