Rund zehn Häftlinge sind seit Dienstagvormittag in der oberösterreichischen Justizanstalt Suben (Bezirk Schärding) in einen Hungerstreik getreten.
Sie wollen mehr Zeit außerhalb ihrer Zellen verbringen. Anstaltsleiter Gerd Katzelberger bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Er zeigte zwar Verständnis für die Anliegen der Gefangenen, will sich aber nicht erpressen lassen.
Anfangs hätte sich eine ganze Abteilung, die rund 40 Häftlinge umfasst, solidarisch erklärt, berichtete Katzelberger. Etwa 20 Gefangene seien tatsächlich in Hungerstreik getreten, mittlerweile seien nur mehr "knapp zehn" übrig. "Die Front bröckelt stündlich", so der Anstaltsleiter. Die Verbliebenen würden medizinisch überwacht. Ein Rädelsführer sei in eine andere Justizanstalt verlegt worden "und bei zwei anderen arbeiten wir daran".
Man könne über alles reden, betonte Katzelberger, aber er lasse sich nicht erpressen. Derzeit seien nur für 200 der 278 Häftlinge Arbeitsplätze vorhanden. Auch der Sportkeller könne aufgrund des großen Andrangs meist nur jeden zweiten Tag benutzt werden. Er bemühe sich aber, die vorhandenen Möglichkeiten gerecht auf die Insassen zu verteilen. Ab Februar soll es ohnehin eine Änderung der Tagesabläufe geben, die auch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für die Gefangenen schafft.