Die Kollision eines Schulbusses mit einem Lkw hat am Freitag in Schwand im Innkreis (Bezirk Braunau) 20 Verletzte - darunter zehn schwerverletzte Kinder - gefordert. Vier Hubschrauber, zahlreiche Rettungskräfte, Feuerwehren und die Polizei waren im Einsatz. Unfallursache dürfte eine Vorrangverletzung gewesen sein. Indes fordert Verkehrsministerin Doris Bures eine Grenze von 0,1 Promille für Busfahrer.
Die Kollision eines Schulbusses mit einem Lkw hat am Freitag in Schwand im Innkreis (Bezirk Braunau) 20 Verletzte - darunter zehn schwerverletzte Kinder - gefordert. Vier Hubschrauber, zahlreiche Rettungskräfte, Feuerwehren und die Polizei waren im Einsatz. Unfallursache dürfte eine Vorrangverletzung gewesen sein. Indes fordert Verkehrsministerin Doris Bures eine Grenze von 0,1 Promille für Busfahrer.
Um 13.05 Uhr kam es laut Polizei bei der so genannten Bäckerkreuzung zu dem Zusammenstoß. Der Schülertransporter wurde aufs Dach geschleudert und blieb liegen. Die beiden Lenker und acht Schüler wurden bei dem Unfall leicht verletzt, zehn Kinder schwer.
Die vier Rettungshubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg, Christophorus 10 aus Linz, Christophorus Europa 3 aus Suben und Christoph 14 aus Traunstein in Bayern flogen die Opfer in die umliegenden Spitäler. Wohin die Schwerverletzten genau kamen, stand vorerst nicht fest. Zahlreiche leichter Verletzte wurden mit Rettungsfahrzeugen in Krankenhäuser gebracht.
Die Unfallursache war am Freitagnachmittag noch nicht gänzlich geklärt, laut Polizei dürfte es sich um eine Vorrangverletzung gehandelt haben.
Verkehrsministerin Doris Bures fordert 0,1 Promille-Grenze für Busfahrer
"Jeder Unfall im Straßenverkehr ist ein traumatisches Erlebnis für alle Beteiligten", zitiert der Kurier Bures in der Samstag-Ausgabe, die auf den Fall der 0,5-Promille-Grenze bei Lenkern von Kleinbussen pocht. Künftig sollen für diese 0,1 Promille verbindlich werden - und damit die selben Richtlinien gelten wie bei "echten" Busfahrern und Berufskraftfahrern. Alkohol habe am Steuer "nichts zu suchen, insbesondere, wenn man Kinder und Jugendliche sicher an ihr Ziel bringen soll", so Bures gegenüber dem "Kurier".
Schüler-Kleinbuslenker brauchen derzeit nur den B-Führerschein. Auch das soll sich nach der Vorstellung der Verkehrsministerin ändern. Sie will zusätzlich eine verpflichtende Ausbildung einführen, in der die speziellen Gefahrensituationen beim Schülertransport verdeutlicht und das Risikobewusstsein bei den Lenkern geschärft wird. Ohne erfolgreiche Aus- und Weiterbildung soll es keine Lenkerberechtigung für Schülertransporte mehr geben.