Zeitung statt Zigarette im Café

Die Übergangsfrist ist vorüber. Ab heute müssen sich 7000 Wirte in Niederösterreich auf die Raucherregelung einstellen. Walter Kruspel aus Mistelbach hat reagiert und fast 6000 Euro in eine Trennwand im Café investiert. Einige Gastronomen wollen aber auch Strafen riskieren.

Ein Lokalaugenschein von Heute in Gasthäusern zeigt: Manche Wirte werden wohl das Rauchergesetz umgehen und eine Anzeige riskieren, wollen aber logischerweise nicht mit Namen in der Zeitung stehen.

Alexandros Rambacher, Geschäftsführer der Sparte Gastronomie in der Wirtschaftskammer, hält nichts davon, am Rauchverbot mit Tricks wie der Gründung eines Vereins vorbei zu agieren: Das können Sie vergessen! Auch wenn sich ein Gastronomiebetrieb auf Vereinsbasis stellt, handelt er dennoch gewerblich.

In Niederösterreich sind 7000 Gastronomen von der Änderung betroffen: Das ist seit eineinhalb Jahren bekannt. Jeder hatte Gelegenheit, sich darauf einzustellen, sagt Rambacher.

Thomas Piaty hat seine Konditorei in Waidhofen/Ybbs bereits auf Nichtraucher-Betrieb umgestellt. Es steht viel auf dem Spiel, sagt er. Als Ersatz für die Zigarette möchte er die Tradition des Zeitunglesens wieder forcieren.

Walter Kruspel vom Café Harlekin aus Mistelbach will nicht jammern. Ich habe investiert und eine Wand eingezogen. So kann ich Raucher und Nichtraucher bedienen.

Betroffen seien vor allem auch die Einkaufszentren, weiß der St. Pöltener Wirte-Obmann Leo Graf. Er erinnert: Die Strafen sind hoch!

Elisabeth Czastka

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