Österreich

Zeltfest-Unwetter: Jetzt ermittelt Staatsanwalt

Nach dem Einsturz des Festzeltes in St. Johann im Walde (OÖ) mit zwei Toten und 140 Verletzten ist die Staatsanwaltschaft am Zug.

Heute Redaktion
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Samstagnachmittag hat sich ein vom Staatsanwalt entsandter Sachverständiger an Ort und Stelle ein erstes Bild verschafft. Ermittelt wird in mehrere Richtungen.

Der im Ortsteil Frauschereck liegende Unglücksort wurde gesperrt, "damit nichts mehr verändert werden kann", wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Alois Ebner gegenüber dem "ORF" sagte. Ebner zufolge drängen sich "viele Fragen" auf, die etwa "in Richtung Verantwortlichkeit einzelner Personen gehen".

Wetterwarnungen falsch gedeutet?

Bei den laufenden Ermittlungen wird genau geprüft, ob sämtliche Sicherheitsauflagen eingehalten wurden und ob Wetterwarnungen zu wenig oder falsch eingeschätzt wurden. Zudem sollen Konsequenzen für künftige Veranstaltungen geklärt werden.

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Bei dem orkanartigen Sturm wurde am Freitag das mit 700 Gästen gefüllte Festzelt zerstört. Durch herabfallende Gerüstteile wurden ein 28-Jähriger und eine 19-Jährige getötet. 20 Personen wurden schwer verletzt, zwei von ihnen schweben auch Samstag Abend noch in Lebensgefahr.

126 km/h Sturm

Zum Unglückszeitpunkt wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern pro Stunde gemessen. Bis zu 150.000 Haushalte waren in Oberösterreich vorübergehend sogar ohne Strom.

In Bad Ischl (Bezirk Gmunden) wurde ein Zirkuszelt vom Sturm weggerissen, die darunter untergebrachten Tiere flüchteten in den Ort. Im gesamten Salzkammergut wurden Bäume vom Sturm geknickt. (Red)