Von Buttermilch über Joghurt bis hin zu Ketchup und Fruchtaufstrich: Immer mehr Lebensmittel im Supermarkt tragen die Bezeichnung "Zero" auf der Verpackung. Doch ein genauer Blick auf die Nährwertangaben zeigt oft eine überraschende Wahrheit.
Die Zero Buttermilch von Milram etwa enthält vier Gramm Zucker pro 100 Gramm - durch den natürlichen Zucker aus Heidelbeersaft und Buttermilch. Der Zero Ketchup von Heinz kommt auf 4,4 Prozent Zuckeranteil, der Zentis Fruchtaufstrich Triple Zero Erdbeere sogar auf 7,9 Prozent.
Wie es auf inside-digital.de heißt, gibt es für den Begriff "Zero" bei Lebensmitteln keine verbindliche gesetzliche Regelung. Anders als bei Getränken, wo "zuckerfrei" maximal 0,5 Gramm Zucker pro 100 ml bedeuten darf, verwenden Hersteller bei Milchprodukten oder Soßen "Zero" häufig nur als Hinweis auf "ohne Zuckerzusatz".
Die Verbraucherzentrale kritisiert diese Praxis als irreführend. Solange auf der Verpackung zusätzlich Hinweise wie "ohne Zuckerzusatz" oder "enthält von Natur aus Zucker" stehen, ist die Kennzeichnung jedoch rechtlich erlaubt.
Der natürliche Zucker stammt bei diesen Produkten aus Früchten, Säften oder Milchbestandteilen. Der Trick: "Zero" kann sich auch auf Kalorien, Fettgehalt oder andere Eigenschaften beziehen - nicht zwingend auf den Zuckergehalt.
Wer wirklich zuckerfreie Produkte sucht, sollte sich nicht vom "Zero"-Label blenden lassen, sondern immer einen genauen Blick auf die Nährwerttabelle werfen. Denn auch bei zuckerfreien Alternativen wie Cola Zero oder Cola Light werden künstliche Süßstoffe wie Aspartam eingesetzt, deren gesundheitliche Auswirkungen weiterhin diskutiert werden.